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Indien warnt Washington: Ausweitung der H-1B-Prüfung führt zu Familien-Trennungen

Dez. 28, 2025
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Indien warnt Washington: Ausweitung der H-1B-Prüfung führt zu Familien-Trennungen
Das Außenministerium (MEA) hat offiziell gegen die Entscheidung der USA vom 15. Dezember protestiert, die „erweiterte Überprüfung“ von H-1B-Anträgen auszuweiten – und zwar nicht nur für Hauptantragsteller, sondern weltweit auch für H-4-Angehörige. Bei einer Pressekonferenz am Samstag erklärte Sprecher Randhir Jaiswal, dass Neu-Delhi seine Bedenken sowohl der US-Botschaft in Delhi als auch dem Außenministerium in Washington mitgeteilt habe, nachdem Berichte von Indern eingegangen waren, die abgesagte Termine nicht neu planen konnten.

Seit Mitte Dezember haben US-Konsulate in Indien Tausende von Interviewterminen gestrichen, um strengere Prüfungen der Social-Media-Aktivitäten und höhere Anforderungen an Dokumente durchzusetzen. Antragsteller berichten von Wartezeiten in Mumbai von über 500 Tagen, während wiederkehrende Reisende in Chennai bis Mitte 2027 verschoben wurden. Softwareingenieure, die über die Weihnachtszeit von Ehepartnern und Kindern getrennt sind, sehen Schulplatzanmeldungen und Mietverträge gefährdet.

Indien warnt Washington: Ausweitung der H-1B-Prüfung führt zu Familien-Trennungen


Für indische IT-Exporteure verschärfen die neuen Kontrollen die ohnehin schwierigen Bedingungen: Die USA haben kürzlich die Antragsgebühren für erstmalige H-1B-Visa auf 100.000 US-Dollar erhöht und ein nach Fähigkeiten gewichtetes Auswahlverfahren eingeführt, das die Genehmigungen für Inder auf ein 10-Jahres-Tief sinken ließ. Unternehmen wie TCS und Infosys beschleunigen daher die Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Mexiko und Kanada und stellen laut der Personalagentur Xpheno zusätzlich 32.000 Ingenieure im Inland ein.

Der Eingriff des MEA bleibt zwar ohne Vergeltungsmaßnahmen, unterstreicht aber die wachsenden diplomatischen Spannungen. Beamte deuteten an, dass Neu-Delhi „vorhersehbare, transparente Verfahren“ für Fachkräftevisa erwartet und dies mit der umfassenderen Tech-Lieferketten-Agenda der US-Indien-Initiative für kritische und aufkommende Technologien (iCET) verknüpft.

Indische Fachkräfte, die auf Reisen warten, sollten sich auf anhaltende Unsicherheiten einstellen: Mobilitätsteams empfehlen eine Doppelstrategie – die Beantragung von B-1/B-2 Besuchervisa oder Alternativen in Kanada und Großbritannien, sofern die Projektzeitpläne dies zulassen. Rechtsexperten raten, fünf Jahre Social-Media-Verlauf zusammenzustellen und zusätzliche Empfehlungsschreiben von Kunden vorzubereiten, bevor Interviews neu terminiert werden.
Quelle: The Times of India

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