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Indien kündigt massenhafte Absage vorgeplanter H-1B-Visainterviews an; Außenministerium startet diplomatische Initiative mit Washington

Dez. 27, 2025
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Indien kündigt massenhafte Absage vorgeplanter H-1B-Visainterviews an; Außenministerium startet diplomatische Initiative mit Washington
In einer seltenen öffentlichen Rüge bestätigte das indische Außenministerium (MEA) am Freitag, dass es die plötzliche Absage von Tausenden vorab geplanten H-1B-Visainterviews offiziell bei der US-Regierung gemeldet hat und nun täglich mit der US-Botschaft in Neu-Delhi sowie dem Außenministerium in Washington in Kontakt steht.

Indische Beamte berichten, dass die Absagen am 15. Dezember begannen und in dieser Woche ihren Höhepunkt erreichten, wobei viele Antragsteller E-Mails erhielten, die ihre Interviews auf Mai 2026 oder später verschoben. Die meisten Betroffenen sind hochqualifizierte Fachkräfte, die für die Jahresendferien in ihre Heimat gereist sind und geplant hatten, ihre Visa vor der Rückkehr zu ihren US-Arbeitsplätzen im Januar zu erneuern. Ohne ein abgestempeltes Visum im Pass dürfen sie rechtlich nicht in einen Flug in die USA einsteigen, was Familien trennt und Projektstarttermine ungewiss macht.

Indien kündigt massenhafte Absage vorgeplanter H-1B-Visainterviews an; Außenministerium startet diplomatische Initiative mit Washington


Während der wöchentlichen Pressekonferenz des MEA erklärte Sprecher Randhir Jaiswal, dass Visaverzögerungen „letztlich eine souveräne Entscheidung des ausstellenden Landes“ seien, betonte jedoch, dass das Ausmaß der Störungen „für indische Staatsangehörige und ihre Arbeitgeber erhebliche Schwierigkeiten“ verursacht habe. Er bestätigte, dass die Botschaft bereits eine konsolidierte Liste dringender humanitärer und geschäftskritischer Fälle an die US-Konsularabteilungen übermittelt und um temporäre Interview-Ausnahmetermine oder kurzfristige Sondersitzungen gebeten habe, um den Rückstau abzubauen.

Indische Technologie- und Beratungsunternehmen drängen die Regierung, eine verlässliche H-1B-Bearbeitung sicherzustellen, da der Jahreswechsel traditionell für die Rotation von Offshore-Mitarbeitern zu US-Kundenstandorten genutzt wird. Nasscom, der IT-Branchenverband, schätzt, dass jeder Monat Verzögerung indischen IT-Exporteuren fast 120 Millionen US-Dollar an abrechenbaren Einnahmen kostet. Personalverantwortliche erarbeiten Notfallpläne, darunter Verlängerungen der Remote-Arbeit und die Verlagerung von Projekten zu Nearshore-Zentren in Kanada und Mexiko.

Für Entsandte raten Experten, Nachweise über die laufende US-Beschäftigung mitzuführen, gültige I-797-Genehmigungen zu behalten und das US TravelDocs-Portal auf frühere Interviewtermine zu überwachen, die gelegentlich kurzfristig freigegeben werden. Einwanderungsanwälte prognostizieren, dass ohne den Einsatz zusätzlicher Interviewbeamter die Auswirkungen bis in die Kapazitätsperiode 2026 hineinreichen könnten, weshalb eine frühzeitige Planung für Unternehmen, die Talente zwischen Indien und den USA transferieren, unerlässlich ist.
Quelle: The Times of India

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