
Das US-Außenministerium hat bestätigt, dass ab Ende dieses Jahres nahezu alle Antragsteller für Nichteinwanderungsvisa ihren Antrag im Land ihrer Staatsangehörigkeit oder ihres langfristigen Wohnsitzes stellen müssen. Diese Regelung, bekannt als „Home Country Rule“, ist Teil des umfassenden One Big Beautiful Act und beendet die langjährige Praxis, dass Brasilianer zu Konsulaten in Drittstaaten – vor allem Buenos Aires, Montevideo und Santiago – reisen, um schneller Termine für B-1/B-2-Visa zu erhalten.
Das sogenannte Konsular-Shopping war ein wichtiger Ausweg für die überlasteten brasilianischen Konsulate. Laut VisaHQ liegen die durchschnittlichen Wartezeiten für Interviews in São Paulo und Rio de Janeiro bei etwa 250 Tagen, während Antragsteller in Buenos Aires oft schon nach sechs Wochen einen Termin bekommen. US-Beamte schätzen, dass die Rückführung dieser Antragsteller nach Brasilien die lokale Nachfrage im ersten Jahr um 20 bis 30 Prozent erhöhen wird, was die Wartezeiten bei unveränderten Personalressourcen auf über 300 Tage steigen lassen könnte.
Vertreter der Geschäftsreisenden schlagen bereits Alarm. Die Brasilianische Vereinigung der Reisebüros (ABAV) prognostiziert Einnahmeverluste von bis zu 750 Millionen R$ durch abgesagte Messebesuche, falls sich die Verzögerungen verschärfen. Multinationale Unternehmen mit regionalen Hauptsitzen in São Paulo teilten Global Mobility News mit, dass sie Meetings nach Mexiko-Stadt oder Bogotá verlegen, wo die Einreisebestimmungen für Brasilianer weniger streng sind und US-Manager kürzere Konsularzeiten haben.
Personal- und Mobilitätsmanager sollten Reisende dazu anhalten, Visa-Erneuerungen mindestens 12 Monate vor dem geplanten Termin zu beantragen und digitale Nachweise früherer Visa zu führen, um die Chancen auf eine Interviewbefreiung zu erhöhen. Unternehmen, die häufige US-Reisen erfordern, könnten zudem verstärkt auf das „B-1 statt H-1B“-Visum oder auf ESTA-berechtigte Reisepässe setzen.
Die Home Country Rule unterstreicht die Bedeutung diversifizierter Strategien für den Personaleinsatz. Da die US-Konsularkapazitäten knapper werden, könnten alternative Standorte wie Panama oder die Dominikanische Republik zu wichtigen Drehkreuzen für lateinamerikanische Projektteams werden.
Das sogenannte Konsular-Shopping war ein wichtiger Ausweg für die überlasteten brasilianischen Konsulate. Laut VisaHQ liegen die durchschnittlichen Wartezeiten für Interviews in São Paulo und Rio de Janeiro bei etwa 250 Tagen, während Antragsteller in Buenos Aires oft schon nach sechs Wochen einen Termin bekommen. US-Beamte schätzen, dass die Rückführung dieser Antragsteller nach Brasilien die lokale Nachfrage im ersten Jahr um 20 bis 30 Prozent erhöhen wird, was die Wartezeiten bei unveränderten Personalressourcen auf über 300 Tage steigen lassen könnte.
Vertreter der Geschäftsreisenden schlagen bereits Alarm. Die Brasilianische Vereinigung der Reisebüros (ABAV) prognostiziert Einnahmeverluste von bis zu 750 Millionen R$ durch abgesagte Messebesuche, falls sich die Verzögerungen verschärfen. Multinationale Unternehmen mit regionalen Hauptsitzen in São Paulo teilten Global Mobility News mit, dass sie Meetings nach Mexiko-Stadt oder Bogotá verlegen, wo die Einreisebestimmungen für Brasilianer weniger streng sind und US-Manager kürzere Konsularzeiten haben.
Personal- und Mobilitätsmanager sollten Reisende dazu anhalten, Visa-Erneuerungen mindestens 12 Monate vor dem geplanten Termin zu beantragen und digitale Nachweise früherer Visa zu führen, um die Chancen auf eine Interviewbefreiung zu erhöhen. Unternehmen, die häufige US-Reisen erfordern, könnten zudem verstärkt auf das „B-1 statt H-1B“-Visum oder auf ESTA-berechtigte Reisepässe setzen.
Die Home Country Rule unterstreicht die Bedeutung diversifizierter Strategien für den Personaleinsatz. Da die US-Konsularkapazitäten knapper werden, könnten alternative Standorte wie Panama oder die Dominikanische Republik zu wichtigen Drehkreuzen für lateinamerikanische Projektteams werden.
Quelle: VisaHQ