
Deutschland hat die im vergangenen September wiedereingeführten „vorübergehenden“ Kontrollen an allen neun Landgrenzen – darunter die stark frequentierten Autobahnübergänge D5 und D8 sowie die Bahnstrecke Prag–Berlin – stillschweigend bis zum 15. März 2026 verlängert. Die Bekanntmachung erschien am 29. Dezember im Bundesanzeiger und wurde von tschechischen Behörden am Neujahrstag bestätigt.
Im Rahmen der Maßnahme dürfen Bundespolizisten Autofahrer, Busreisende und Bahnpassagiere stichprobenartig anhalten, um Ausweisdokumente, Reisepläne oder finanzielle Nachweise zu überprüfen. Obwohl keine Reisepässe gestempelt werden, berichten Bahnunternehmen von durchschnittlichen Verzögerungen von 30 Minuten, wenn ganze Waggons kontrolliert werden, und Spediteure klagen über kilometerlange Rückstaus.
Die Verlängerung bringt Berlin an die sechsmonatige Höchstgrenze, die Artikel 25 des Schengener Grenzkodex ohne besondere Genehmigung aus Brüssel erlaubt. Innenminister Alexander Dobrindt argumentiert, die Kontrollen hätten illegale Einreisen um 35 % reduziert, während Logistikverbände vor steigenden Kosten und Störungen im Zeitplan warnen.
Für die rund 37.000 tschechischen Pendler, die täglich nach Bayern und Sachsen einreisen, sind die Fahrzeiten unberechenbarer geworden. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, Reisepässe – nicht nur Personalausweise – mitzuführen und für Termine eine Pufferzeit von 45 Minuten einzuplanen. Inhaber tschechischer Aufenthaltstitel werden daran erinnert, dass nur die physische Plastikkarte anerkannt wird; digitale Kopien auf dem Handy sind nicht gültig.
Brüssel wird die Angelegenheit im Februar erneut prüfen, doch Analysten sehen vor den deutschen Regionalwahlen im März kaum Chancen auf eine Aufhebung der Kontrollen.
Im Rahmen der Maßnahme dürfen Bundespolizisten Autofahrer, Busreisende und Bahnpassagiere stichprobenartig anhalten, um Ausweisdokumente, Reisepläne oder finanzielle Nachweise zu überprüfen. Obwohl keine Reisepässe gestempelt werden, berichten Bahnunternehmen von durchschnittlichen Verzögerungen von 30 Minuten, wenn ganze Waggons kontrolliert werden, und Spediteure klagen über kilometerlange Rückstaus.
Die Verlängerung bringt Berlin an die sechsmonatige Höchstgrenze, die Artikel 25 des Schengener Grenzkodex ohne besondere Genehmigung aus Brüssel erlaubt. Innenminister Alexander Dobrindt argumentiert, die Kontrollen hätten illegale Einreisen um 35 % reduziert, während Logistikverbände vor steigenden Kosten und Störungen im Zeitplan warnen.
Für die rund 37.000 tschechischen Pendler, die täglich nach Bayern und Sachsen einreisen, sind die Fahrzeiten unberechenbarer geworden. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, Reisepässe – nicht nur Personalausweise – mitzuführen und für Termine eine Pufferzeit von 45 Minuten einzuplanen. Inhaber tschechischer Aufenthaltstitel werden daran erinnert, dass nur die physische Plastikkarte anerkannt wird; digitale Kopien auf dem Handy sind nicht gültig.
Brüssel wird die Angelegenheit im Februar erneut prüfen, doch Analysten sehen vor den deutschen Regionalwahlen im März kaum Chancen auf eine Aufhebung der Kontrollen.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News