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Österreich erhöht Einkommensgrenzen für Aufenthaltsgenehmigungen ohne Erwerbstätigkeit

Jan. 13, 2026
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Österreich erhöht Einkommensgrenzen für Aufenthaltsgenehmigungen ohne Erwerbstätigkeit
Das österreichische Innenministerium hat stillschweigend die finanziellen Anforderungen für Drittstaatsangehörige verschärft, die ohne Erwerbstätigkeit im Land leben möchten. Ein am 8. Januar veröffentlichtes Rundschreiben, das am Wochenende bekannt wurde, bestätigt, dass ab sofort alleinstehende Antragsteller für die beliebte „Aufenthaltsbewilligung – Ohne Erwerbstätigkeit“ ein monatliches Nettoeinkommen von mindestens 1.273,99 Euro nachweisen müssen. Verheiratete Paare müssen 2.009,85 Euro vorweisen, für jedes unterhaltsberechtigte Kind erhöht sich die Summe um 196,57 Euro.

Die neuen Beträge orientieren sich an der jährlichen Indexierung des Ausgleichszulagenrichtsatzes, dem österreichischen Sozialhilfe-Referenzwert, und bedeuten eine Erhöhung von etwa vier Prozent gegenüber dem Jahr 2025. Behörden betonen, dass die höhere Einkommensgrenze sicherstellen soll, dass Zuwanderer nicht auf öffentliche Leistungen angewiesen sind. Kritiker hingegen argumentieren, dass viele echte Rentner und sogenannte digitale Nomaden, deren Einkommen monatlich schwankt, dadurch ausgeschlossen werden.

Österreich erhöht Einkommensgrenzen für Aufenthaltsgenehmigungen ohne Erwerbstätigkeit


Für Fachkräfte im Bereich globale Mobilität und Umzüge hat die Änderung sofortige praktische Auswirkungen. Laufende Anträge, die noch nicht entschieden sind, werden nach dem neuen Maßstab geprüft. Das bedeutet, dass Antragsteller, die vor der Bekanntgabe eingereicht haben, möglicherweise aufgefordert werden, aktualisierte Kontoauszüge oder Rentenbescheinigungen vorzulegen. Arbeitgeber sollten zudem bestehende Vereinbarungen zur Schattenabrechnung überprüfen, da das Visum zwar bezahlte Arbeit in Österreich ausschließt, einige Entsandte jedoch Zuschüsse vom Hauptsitz erhalten, die unbeabsichtigt Steuer- oder Sozialversicherungspflichten auslösen könnten.

In der Praxis führt die höhere Hürde zu längeren Bearbeitungszeiten. Konsularische Stellen müssen zusätzliche Unterlagen prüfen, und Antragsteller mit Einkommen nahe der Grenze könnten aufgefordert werden, beglaubigte Übersetzungen, Apostillen oder Nachweise über Krankenversicherungsschutz vorzulegen. Experten empfehlen, mindestens zwei zusätzliche Wochen in den Umzugszeitplan einzukalkulieren und Gelder frühzeitig auf österreichische Bankkonten zu überweisen, um die Liquidität zu belegen.

Blickt man in die Zukunft, erwarten Beteiligte weitere jährliche Anpassungen jeweils im Januar, entsprechend dem Indexierungszyklus. Einige Interessengruppen fordern die Regierung auf, ein separates „Silver Economy“-Visum mit niedrigeren Einkommensanforderungen, aber verpflichtender privater Krankenversicherung einzuführen – ein Modell, das bereits in Spanien und Portugal existiert. Bis dahin müssen Arbeitgeber und private Antragsteller jedoch mit der strengeren finanziellen Nachweispflicht rechnen.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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