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EU-Mercosur-Abkommen unterzeichnet: Mobilitätskapitel verspricht vorrangige Visa für brasilianische und europäische Führungskräfte

Jan. 18, 2026
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EU-Mercosur-Abkommen unterzeichnet: Mobilitätskapitel verspricht vorrangige Visa für brasilianische und europäische Führungskräfte
In Asunción unterzeichneten die Europäische Union und Mercosur (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) am 17. Januar endlich die lang erwarteten Partnerschafts- und vorläufigen Handelsabkommen. Die Schlagzeilen konzentrierten sich auf Zollsenkungen, doch im umfangreichen 6.000-Seiten-Dokument verbirgt sich ein modernes Mobilitätskapitel, das die Geschäftsreisemöglichkeiten zwischen Brasilien und Europa grundlegend verändern könnte.

Das Kapitel harmonisiert die Definitionen von „Geschäftsbesucher“, „innerbetrieblicher Transfer“ und „Dienstleistungserbringer auf Vertragsbasis“ und erlaubt Aufenthalte von bis zu 90 Tagen pro Einreise – verlängerbar auf 180 Tage pro Jahr – ohne dass lokale Arbeitserlaubnisvorschriften greifen. Konsulate müssen Prioritätsverfahren einrichten, die eine Bearbeitungszeit von maximal 30 Tagen garantieren, und Mehrfacheinreisevisa ausstellen, die für die Dauer des zugrundeliegenden Vertrags für Führungskräfte und Investoren gültig sind.

EU-Mercosur-Abkommen unterzeichnet: Mobilitätskapitel verspricht vorrangige Visa für brasilianische und europäische Führungskräfte


Für multinationale Unternehmen eröffnet sich ein enormes Potenzial. Automobilhersteller in São Paulo, europäische Pharmafirmen, die sich in Minas Gerais niederlassen, und brasilianische Fintechs, die Niederlassungen in Berlin eröffnen, können nun Projektpläne mit klareren und schnelleren Visaprozessen gestalten. Personalabteilungen sollten prüfen, welche Rechtseinheiten infrage kommen, die Einhaltung der Entsenderegelungen überprüfen und mit Nachfragespitzen rechnen, sobald das Abkommen ratifiziert ist.

Das Abkommen muss noch vom Europäischen Parlament und allen Mercosur-Parlamenten genehmigt werden, sodass ein frühester Inkrafttretenszeitpunkt Ende 2026 realistisch ist. Dennoch passen Unternehmen bereits jetzt ihre Mobilitätspolitik an, in Erwartung reibungsloseren Reisens, geringerer Rechtskosten und schnellerer Entsendung von Spezialisten über den Atlantik.
Quelle: Associated Press

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