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Visum für Migranten nach tödlichem Unfall wiederhergestellt – Tribunal prüft neue Abschieberegeln

Jan. 22, 2026
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Visum für Migranten nach tödlichem Unfall wiederhergestellt – Tribunal prüft neue Abschieberegeln
In einer Entscheidung, die bereits politische Kritik hervorruft, hat das Administrative Review Tribunal (ART) die obligatorische Visastreichung des in Sri Lanka geborenen Mechanikers Tharanga Ehalape-Gamage, 42, aufgehoben. Dieser verbüßte eine dreijährige Haftstrafe für einen Unfall im Jahr 2019, bei dem seine Tochter und seine Mutter ums Leben kamen und ein weiterer Verkehrsteilnehmer schwer verletzt wurde. Die Einwanderungsbehörden hatten sein Daueraufenthaltsvisum 2023 gemäß Abschnitt 501 des Migrationsgesetzes annulliert, da seine Haftstrafe länger als 12 Monate betrug.

Der leitende Tribunalsmitglied John Rau SC erkannte die „erhebliche“ Vorgeschichte häuslicher Gewalt des Antragstellers an, entschied jedoch am 20. Januar, dass es „leicht wahrscheinlicher als nicht“ sei, dass er keine weiteren Straftaten begehen werde. Er stützte sich dabei auf psychologische Gutachten und einen Versöhnungsplan mit der Ex-Frau. Da das ART keine Befugnis hat, Verhaltensauflagen zu erlassen, sah sich Rau gezwungen, dem Antragsteller „sein Wort zu glauben“ – eine Formulierung, die scharfe Kritik von Frauenrechtsorganisationen hervorrief.

Visum für Migranten nach tödlichem Unfall wiederhergestellt – Tribunal prüft neue Abschieberegeln


Der Fall ist einer der ersten, die unter der Ministerialanweisung 110 entschieden wurden, die Ende 2025 erlassen wurde und die Sicherheit der Gemeinschaft – insbesondere im Bereich familiärer Gewalt – als vorrangigen Gesichtspunkt bei Berufungen gegen Visastreichungen festlegt. Juristen sehen in dem Urteil eine Diskrepanz zwischen der Intention der Anweisung und den begrenzten Durchsetzungsbefugnissen des Tribunals.

Innenminister Tony Burke erklärte, sein Ministerium prüfe „verschiedene Optionen“, darunter auch eine persönliche ministerielle Intervention. Oppositionsführer Peter Dutton bezeichnete die Entscheidung als „Versagen des Grenzschutzes“ und kündigte an, ein Gesetz einzuführen, das Gerichten erlaubt, Bewährungsauflagen an wiederhergestellte Visa zu knüpfen.

Für Arbeitgeber bedeutet dies zunächst, dass langjährige Bewohner trotz Visastreichung eine Wiedereinsetzung erreichen können. Angesichts des politischen Klimas ist jedoch mit einer Verschärfung der Regelungen zu rechnen. Mobilitätsteams sollten daher bei der Unterstützung von Mitarbeitern mit Vorstrafen, auch aus der Vergangenheit, mit längerer Unsicherheit rechnen.
Quelle: news.com.au

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