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Prognosen des Finanzministeriums zur Migration werden infrage gestellt, während politische Veränderungen an Tempo gewinnen

Jan. 26, 2026
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Prognosen des Finanzministeriums zur Migration werden infrage gestellt, während politische Veränderungen an Tempo gewinnen
Australiens Netto-Auslandswanderungszahlen (NOM) entwickeln sich zunehmend dynamisch. In einer Meinungsanalyse vom 25. Januar 2026 argumentiert der ehemalige stellvertretende Einwanderungssekretär Abul Rizvi, dass das Bevölkerungsstatement des Finanzministeriums vom Dezember 2025 – das die offizielle NOM-Prognose für 2025-26 bei 260.000 und für 2026-27 bei 225.000 unverändert lässt – eine Reihe neuer Visa und politischer Anpassungen ignoriert, die die Ankunftszahlen länger auf hohem Niveau halten werden. Dazu zählen unter anderem eine Erhöhung der Studienplatzplanung um 25.000 Plätze, die Einführung der MATES-Visa für indische Fachkräfte, die ersten Pacific Engagement- und Tuvalu-Visumslosen sowie Rekordzahlen bei temporären Fachkräftevisa.

Rizvi weist darauf hin, dass die Ankünfte nach dem pandemiebedingten Anstieg 2024-25 auf 305.600 zurückgingen, er jedoch davon ausgeht, dass das Finanzministerium unterschätzt, wie schnell die Zahlen wieder steigen werden, sobald Universitäten und Arbeitgeber sich an die neuen Rahmenbedingungen anpassen. Er prognostiziert für 2025-26 eine NOM von etwa 290.000 – rund 30.000 über der offiziellen Schätzung – und warnt, dass langfristige Annahmen einer Rückkehr zu den Vor-COVID-Durchschnittswerten von 225.000 bis 235.000 „wahrscheinlich um 50.000 zu niedrig“ sind, sofern die nächste Regierung nicht weitere Verschärfungen einführt.

Prognosen des Finanzministeriums zur Migration werden infrage gestellt, während politische Veränderungen an Tempo gewinnen


Für Manager im Bereich globale Mobilität ist diese Debatte von großer Bedeutung. Personalplanungen, Wohnungszuschüsse und Talentakquise für 2026-27 könnten durcheinandergeraten, falls die Prognose des Finanzministeriums zu konservativ ist. Arbeitgeber, die auf temporäre Fachkräfte oder Absolventenvisa setzen, könnten unerwartete Konkurrenz um begrenzte Daueraufenthaltsplätze erleben, während die staatlichen Nominierungsprogramme bereits ihre Berufsliste überarbeiten, da die Nachfrage die kürzlich bekanntgegebenen 20.350 Fachkräfte-Staatszuteilungen übersteigen dürfte.

Rizvis Einschätzung deutet zudem auf steigenden Druck auf die Bearbeitungskapazitäten hin. Mit über 400.000 Personen auf Überbrückungsvisa und zahlreichen Berufungen gegen Studienablehnungen, die das Administrative Appeals Tribunal (AAT) belasten, könnte das Innenministerium gezwungen sein, Ressourcen von risikoarmen Geschäftsbereichen abzuziehen – ein Szenario, auf das sich Unternehmens-Relocation-Teams vorbereiten sollten, indem sie Anträge entscheidungsreif und frühzeitig vor Beginn der Einsätze einreichen.

Abschließend unterstreicht der Beitrag, dass die Einwanderungspolitik in einem Wahljahr volatil bleiben wird. Rechte Medien fordern weiterhin eine strikte NOM-Obergrenze unter 200.000, während Wirtschaftsverbände für vereinfachte Fachkräftewege lobbyieren. Mobilitätsverantwortliche sollten die nächste Aktualisierung des Finanzministeriums – erwartet im Haushalt 2026-27 – genau verfolgen und sowohl auf lockerere als auch auf strengere Szenarien vorbereitet sein.
Quelle: The New Daily

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