
Das australische Parlament hat ein bahnbrechendes Gesetz gegen Hassrede beschleunigt verabschiedet, das unter anderem einen völlig neuen Grund für die Ablehnung oder Stornierung von Visa einführt. Das Gesetz wurde nach intensiven parteiübergreifenden Verhandlungen am späten 22. Januar verabschiedet und im Anschluss an den Terroranschlag am Bondi Beach im Dezember eingebracht. Die Regierung unter Premierminister Albanese bezeichnet das Gesetz als die „stärkste jemals“ ergriffene Maßnahme gegen Rassenhass im Land.
Nach dem neuen Gesetz kann der Innenminister nun ein temporäres oder dauerhaftes Visum ablehnen oder widerrufen, wenn der Inhaber sich an dem beteiligt hat, was das Gesetz als „Hass, Verunglimpfung oder extremistische Handlungen“ definiert. Diese Befugnis ist Teil, aber eigenständig vom bestehenden „Charaktertest“ und gibt den Entscheidungsträgern eine klare rechtliche Grundlage, um Hassprediger, extremistische Agitatoren oder Mitglieder ausgewiesener Hassgruppen von der Einreise nach Australien auszuschließen. Zwei Organisationen – das neonazistische National Socialist Network und die islamistische Gruppe Hizb ut-Tahrir – gelten bereits als voraussichtliche erste Zielgruppen.
Für Manager globaler Mobilität erhöht diese Änderung die Anforderungen an Reputation und Compliance erheblich, wenn Führungskräfte, Auftragnehmer oder Entsandte nach Australien entsandt werden. Arbeitgeber, die Visa sponsern, müssen künftig Social-Media-Aktivitäten, öffentliche Äußerungen und etwaige Auslandsstrafen wegen Hass- oder Extremismusdelikten bei der Kandidatenauswahl berücksichtigen. Berater rechnen mit einer Zunahme ministerieller Eingriffe, da die Definition von „Hassgruppe“ teilweise auf landesrechtlichen Verunglimpfungsdelikten basiert, die je nach Bundesstaat unterschiedlich sind.
Politisch hat das Gesetz schnell für Unruhe gesorgt. Von der Liberalen Partei geforderte Änderungen spalteten die Koalition und führten zum Abbruch der Zusammenarbeit mit den Nationals, was das langjährige Oppositionsbündnis faktisch zum Einsturz brachte. Bürgerrechtsorganisationen und einige Juraprofessoren warnen, dass das Listungsverfahren „kaum verfahrensrechtliche Fairness“ biete und zur Unterdrückung legitimer Kritik missbraucht werden könnte. Eine zweijährige parlamentarische Überprüfung wurde zugesagt, doch Unternehmen, die auf schnelle Einsätze angewiesen sind, sollten mit einer sofortigen Verschärfung der Visakontrollen rechnen – insbesondere bei kurzfristigen Konferenzrednern, religiösen Gruppenleitern und politischen Aktivisten.
Praktisch empfehlen Einwanderungsberater, neue Due-Diligence-Fragen in die Checklisten zur Talentakquise aufzunehmen und die Updates des Innenministeriums zu ausgewiesenen Gruppen genau zu verfolgen. Unterlassungen könnten dazu führen, dass Schlüsselpersonen die Einreise verweigert oder sie an der Grenze festgehalten werden, was erhebliche Folgekosten für Projekte und Veranstaltungen nach sich ziehen würde.
Nach dem neuen Gesetz kann der Innenminister nun ein temporäres oder dauerhaftes Visum ablehnen oder widerrufen, wenn der Inhaber sich an dem beteiligt hat, was das Gesetz als „Hass, Verunglimpfung oder extremistische Handlungen“ definiert. Diese Befugnis ist Teil, aber eigenständig vom bestehenden „Charaktertest“ und gibt den Entscheidungsträgern eine klare rechtliche Grundlage, um Hassprediger, extremistische Agitatoren oder Mitglieder ausgewiesener Hassgruppen von der Einreise nach Australien auszuschließen. Zwei Organisationen – das neonazistische National Socialist Network und die islamistische Gruppe Hizb ut-Tahrir – gelten bereits als voraussichtliche erste Zielgruppen.
Für Manager globaler Mobilität erhöht diese Änderung die Anforderungen an Reputation und Compliance erheblich, wenn Führungskräfte, Auftragnehmer oder Entsandte nach Australien entsandt werden. Arbeitgeber, die Visa sponsern, müssen künftig Social-Media-Aktivitäten, öffentliche Äußerungen und etwaige Auslandsstrafen wegen Hass- oder Extremismusdelikten bei der Kandidatenauswahl berücksichtigen. Berater rechnen mit einer Zunahme ministerieller Eingriffe, da die Definition von „Hassgruppe“ teilweise auf landesrechtlichen Verunglimpfungsdelikten basiert, die je nach Bundesstaat unterschiedlich sind.
Politisch hat das Gesetz schnell für Unruhe gesorgt. Von der Liberalen Partei geforderte Änderungen spalteten die Koalition und führten zum Abbruch der Zusammenarbeit mit den Nationals, was das langjährige Oppositionsbündnis faktisch zum Einsturz brachte. Bürgerrechtsorganisationen und einige Juraprofessoren warnen, dass das Listungsverfahren „kaum verfahrensrechtliche Fairness“ biete und zur Unterdrückung legitimer Kritik missbraucht werden könnte. Eine zweijährige parlamentarische Überprüfung wurde zugesagt, doch Unternehmen, die auf schnelle Einsätze angewiesen sind, sollten mit einer sofortigen Verschärfung der Visakontrollen rechnen – insbesondere bei kurzfristigen Konferenzrednern, religiösen Gruppenleitern und politischen Aktivisten.
Praktisch empfehlen Einwanderungsberater, neue Due-Diligence-Fragen in die Checklisten zur Talentakquise aufzunehmen und die Updates des Innenministeriums zu ausgewiesenen Gruppen genau zu verfolgen. Unterlassungen könnten dazu führen, dass Schlüsselpersonen die Einreise verweigert oder sie an der Grenze festgehalten werden, was erhebliche Folgekosten für Projekte und Veranstaltungen nach sich ziehen würde.
Quelle: The Guardian