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Rückstau bei US-H-1B-Visastempeln verschiebt Interviewtermine für Inder bis 2027

Jan. 28, 2026
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Rückstau bei US-H-1B-Visastempeln verschiebt Interviewtermine für Inder bis 2027
Für Tausende indische IT-Fachkräfte ist eine routinemäßige Heimreise zu einem logistischen Albtraum geworden. Seit dem 27. Januar 2026 zeigen alle fünf US-Konsulate in Indien – New Delhi, Mumbai, Chennai, Hyderabad und Kolkata – für H-Kategorie-Visumstermine bis Ende 2026 „Nicht verfügbar“ an. Die ersten freien Termine sind erst im Mai 2027 zu finden.

1. Wie kam es dazu?
• Im Dezember 2025 begannen die Konsulate, Termine von Dezember bis März zu streichen, um eine erweiterte Überprüfung der sozialen Medien einzuführen.
• Diese Pause fiel mit der globalen Umstellung des US-Außenministeriums weg von der Visumbearbeitung für Drittstaatsangehörige zusammen, was die Nachfrage an den indischen Standorten weiter erhöhte.
• Ein für das Geschäftsjahr 2027 angekündigtes, nach Lohngewichtung ausgewähltes H-1B-Modell brachte zusätzliche Compliance-Schritte für Arbeitgeber, die die Fallbearbeitung weiter verzögern.

2. Auswirkungen auf die Wirtschaft
• H-1B-Inhaber aus Indien reisen normalerweise für Hochzeiten, medizinische Notfälle oder Visumerneuerungen nach Hause; viele riskieren nun, in den USA „festzusitzen“, aus Angst, in Indien ohne neuen Stempel gestrandet zu sein.
• Multinationale Unternehmen sehen sich mit Projektverzögerungen konfrontiert, da kurzfristige Entsendungen auf Reisen verzichten und Neueinstellungen monatelang auf Mobilisierung warten.
• US-Kundenstandorte, die auf rotierende Offshore-Talente angewiesen sind, müssen höhere Kosten für Premium-Verfahren tragen und prüfen Zwischenlösungen wie interne Transfers nach Kanada oder Mexiko.

Rückstau bei US-H-1B-Visastempeln verschiebt Interviewtermine für Inder bis 2027


3. Alternativen und Empfehlungen
• Anwälte empfehlen, das sehr begrenzte Interview-Waiver-Dropbox-Programm des Außenministeriums zu nutzen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.
• Arbeitgeber buchen „Visa-Runs“ nach Frankfurt, Singapur und Dubai – Standorte, die noch Drittstaatsangehörige akzeptieren – für kritische Reisende, obwohl die Kapazitäten schrumpfen.
• Personalabteilungen sollten mit Vorlaufzeiten von 18 bis 24 Monaten planen, Homeoffice-Genehmigungen sichern und die wöchentlichen Terminfreigaben des Außenministeriums (meist mittwochs um Mitternacht IST) genau beobachten.

4. Politische Aussichten
Branchenverbände wie NASSCOM und der US-India Business Council haben Washington um eine temporäre Fernvalidierungslösung gebeten, ähnlich dem Pilotprojekt zur inländischen Visumerneuerung Anfang der 2000er Jahre. Offizielle halten dies jedoch wegen Sicherheitsvorgaben vor Ende 2026 für unwahrscheinlich.

Bis dahin müssen indische Fachkräfte und ihre Arbeitgeber die längsten Wartezeiten für H-1B-Visumstempel in der Geschichte bewältigen – ein weiterer Beleg dafür, dass Mobilitätsplanung heute eine mehrjährige Perspektive erfordert.
Quelle: Hindustan Times & The Financial Express

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