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Die Hälfte der neuen Einwanderer nach Frankreich im Jahr 2025 waren Studenten oder Flüchtlinge

Jan. 29, 2026
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Die Hälfte der neuen Einwanderer nach Frankreich im Jahr 2025 waren Studenten oder Flüchtlinge
Das französische Innenministerium hat seine jährlichen Einwanderungszahlen veröffentlicht, die einen Rekord von 384.000 erstmalig ausgestellten Aufenthaltserlaubnissen im Jahr 2025 zeigen – ein Anstieg von 11 % gegenüber 2024. Bemerkenswert ist, dass die Hälfte dieser Neuankömmlinge entweder mit einem Studentenvisum oder aus humanitären Gründen eingereist ist. Die Zahl der Studierenden stieg um 6,4 % auf fast 118.000 Aufenthaltserlaubnisse, was Frankreich als viertbeliebtestes Studienziel weltweit festigt. Besonders stark ist die Nachfrage aus den USA, China und Kamerun, da englischsprachige Studiengänge zunehmen und die Studiengebühren vergleichsweise niedrig bleiben.

Die humanitären Zulassungen stiegen hingegen um 65 % auf etwa 92.000 Aufenthaltserlaubnisse. Besonders profitierten Afghanen, Ukrainer und Haitianer, wobei die Anerkennungsquote für Asylschutz mit 52 % einen historischen Höchststand erreichte. Die Behörden führen den Anstieg auf die anhaltenden Konflikte in Europa und die Entscheidung Frankreichs zurück, vielen Ukrainern den vorübergehenden Schutzstatus in einen vollen Asylstatus umzuwandeln.

Die Hälfte der neuen Einwanderer nach Frankreich im Jahr 2025 waren Studenten oder Flüchtlinge


Im Gegensatz dazu sank die sogenannte „wirtschaftliche Einwanderung“ um 13 % auf etwas über 51.000 Aufenthaltserlaubnisse. Arbeitgeber machen einen schwachen Bau- und Dienstleistungsmarkt sowie strengere Prüfungen von Saisonarbeitsverträgen verantwortlich. Dennoch widersetzte sich das Programm für hochqualifizierte Fachkräfte, der „Talent Passport“, dem Trend und verzeichnete mit 20.000 Genehmigungen einen Anstieg von 4,4 %, da Frankreich Forscher und Tech-Gründer im Vorfeld der Olympischen Spiele 2026 gezielt anwirbt.

Die Legalisierung von undokumentierten Migranten ging um 10 % zurück, nachdem im Januar 2025 eine Richtlinie die Mindestaufenthaltsdauer von drei auf sieben Jahre verlängert hatte. Gleichzeitig stiegen die Abschiebungen um 16 % auf 25.000 – der höchste Wert seit 2014 – und unterstreichen die doppelte Strategie der Regierung, einerseits Studierende und Flüchtlinge willkommen zu heißen und andererseits die Kontrollen bei irregulärer Migration zu verschärfen.

Für Manager im Bereich globale Mobilität ergeben sich zwei zentrale Erkenntnisse: Frankreich bleibt attraktiv für Bildung und Spitzenkräfte, während Unternehmensversetzungen in niedrigqualifizierten Bereichen stärker geprüft werden. Unternehmen sollten längere Vorlaufzeiten einplanen, da die Ablehnungsquote bei Saisonarbeitskräften in einigen Branchen über 50 % liegt.
Quelle: Le Monde

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