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EU veröffentlicht Reiseführer zum Vergleich von Ein- und Ausreisesystem und ETIAS vor dem Start im April an den polnischen Grenzen

Jan. 30, 2026
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EU veröffentlicht Reiseführer zum Vergleich von Ein- und Ausreisesystem und ETIAS vor dem Start im April an den polnischen Grenzen
Die Generaldirektion Migration und Inneres der Europäischen Kommission veröffentlichte am 29. Januar einen leicht verständlichen Leitfaden, der erklärt, wie das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) und das Europäische Reiseinformations- und Genehmigungssystem (ETIAS) ab dem 10. April 2026 im gesamten Schengen-Raum zusammenarbeiten werden.

Im Rahmen des EES werden biometrische Daten von Nicht-EU-Passinhabern – darunter Geschäftsreisende, die über den Flughafen Warschau-Chopin oder die Landgrenzen zu Ukraine und Belarus nach Polen einreisen – automatisch erfasst und Ein- und Ausreisebewegungen registriert. Das manuelle Abstempeln der Pässe entfällt damit. ETIAS hingegen ist eine vorab online zu beantragende Reisegenehmigung, die visumfreie Besucher für eine Gebühr von 7 Euro benötigen und mit ihrem Reisepass verknüpfen müssen.

EU veröffentlicht Reiseführer zum Vergleich von Ein- und Ausreisesystem und ETIAS vor dem Start im April an den polnischen Grenzen


Der Leitfaden bestätigt, dass Polen die mobile Vorregistrierungs-App „Travel to Europe“ einführen wird. Häufige Besucher können so bis zu 72 Stunden vor der Ankunft Fingerabdrücke und Gesichtsaufnahmen hochladen, was die Abfertigungszeiten an den automatischen Grenzkontrollstellen deutlich verkürzt. Tests der polnischen Grenzpolizei an den Flughäfen Chopin und Krakau zeigten, dass sich die durchschnittliche Abfertigungszeit von 104 auf 38 Sekunden reduziert, wenn Reisende sich vorab registrieren.

Für Arbeitgeber, die Mitarbeiter nach Polen entsenden oder Shuttle-Rotationen über die EU-Außengrenze organisieren, wird die strengere Durchsetzung der 90/180-Tage-Aufenthaltsregel die größte operative Veränderung darstellen, da das EES Überziehungen automatisch meldet. Migrationsberater empfehlen, vor April die Reisehistorien aller Nicht-EU-Entsandten zu überprüfen und die HR-Systeme so zu aktualisieren, dass sie EES-Meldungen empfangen können.

Die Kommission kündigt eine EU-weite Informationskampagne in mehreren Sprachen ab Februar an und arbeitet mit Fluggesellschaften – darunter LOT – zusammen, damit diese ETIAS-Genehmigungen beim Check-in über bestehende Advance Passenger Information (API)-Kanäle überprüfen können.
Quelle: European Commission – DG HOME

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