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Schweizer Ehrenkonsuln verstärken Auslandshilfe angesichts wachsender Mobilitätsprobleme

Feb. 8, 2026
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Schweizer Ehrenkonsuln verstärken Auslandshilfe angesichts wachsender Mobilitätsprobleme
Als Theres Ryf Desai das Amt der Schweizer Honorarkonsulin in Honolulu annahm, erwartete sie gelegentliche Anfragen zu verlorenen Pässen oder Wahlunterlagen. Stattdessen erhält sie heute täglich Anrufe mit Anliegen von Notreisedokumenten nach ESTA-Stornierungen bis hin zu Versicherungsfragen für U-Haul-Umzüge von Schweizer Start-ups, die auf die Inseln ziehen. In einem Interview, das am 7. Februar 2026 bei SWI Swissinfo veröffentlicht wurde, erklärte Ryf Desai, dass sich die konsularische Arbeit „in drei Jahren verdoppelt“ habe – ein Spiegelbild des Anstiegs von Fernarbeit über große Entfernungen und längeren Aufenthalten von Schweizer Bürgern im Ausland. (swissinfo.ch)

Die Schweiz unterhält ein Netzwerk von über 180 ehrenamtlichen Honorarkonsuln, die die professionellen Botschaften und Konsulate ergänzen. Sie sind oft die erste Anlaufstelle bei Mobilitätsproblemen: Im vergangenen Monat stellte Honolulu fünf Notfall-Laissez-Passer für Schweizer Digitalnomaden aus, deren US-Einreisegenehmigungen durch die neue Live-Foto-Regelung ungültig wurden. Ähnliche Fälle gibt es laut dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auch in Kapstadt, Bali und Austin.

Schweizer Ehrenkonsuln verstärken Auslandshilfe angesichts wachsender Mobilitätsprobleme


Das EDA reagiert darauf mit der Einführung eines cloudbasierten Fallmanagement-Tools, das Honorarkonsuln ermöglicht, biometrisch vorbereitete Notfallpässe auszustellen und eidesstattliche Erklärungen direkt ins Schweizer Zivilstandsregister hochzuladen. Schulungen beginnen im März und werden bis Juli 2026 für alle Honorarkonsuln verpflichtend sein.

Für global mobile Arbeitgeber ist das gestärkte Netzwerk von grosser Bedeutung: Nach Schweizer Recht sind Unternehmen für das Wohlergehen ihrer ins Ausland entsandten Mitarbeitenden verantwortlich. Mobility Manager werden daher ermutigt, die Reiserouten ihrer Mitarbeitenden in der „Travel Admin“-App des EDA zu registrieren, damit ein lokaler Honorarkonsul schnell eingreifen kann, wenn Dokumente verloren gehen, Visa annulliert werden oder medizinische Evakuierungen nötig sind.
Quelle: SWI Swissinfo

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