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Weltgrenzsicherheitskongress in Wien eröffnet: Fokus auf KI-gestützte Passagierkontrollen

März 4, 2026
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Weltgrenzsicherheitskongress in Wien eröffnet: Fokus auf KI-gestützte Passagierkontrollen
Mehr als 400 Sicherheitsbeamte, Compliance-Manager von Fluggesellschaften und Technologieanbieter versammelten sich am 3. März 2026 im Austria Center Vienna zum ersten Tag des World Border Security Congress, dem führenden Forum der Branche für die Kontrolle von Personenbewegungen. Österreich, das die Veranstaltung erstmals ausrichtete, setzte künstlich-intelligenzbasierte Passagieranalysen und den bevorstehenden Start des EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) ganz oben auf die Agenda. Innenminister Gerhard Karner berichtete den Teilnehmern, dass der gestaffelte EES-Pilot in Österreich – bereits an sechs internationalen Flughäfen im Einsatz – inzwischen täglich über 3.000 Reisende mit durchschnittlichen Einschreibzeiten von unter 53 Sekunden verarbeitet. Er forderte die anderen Schengen-Staaten auf, „unsere Einsatzbereitschaft zu erreichen“, bevor das System im April vollständig in Betrieb geht. In Podiumsdiskussionen wurden Fallstudien aus Kanada, Singapur und den Vereinigten Arabischen Emiraten vorgestellt, die die Integration von KI-Risikobewertungen mit Advance Passenger Information (API) demonstrierten. Die österreichischen Start-ups Anyline und Prewave präsentierten mobile Dokumentenerfassung und Dashboards zur Risikoüberwachung in Lieferketten – ein Beleg für Österreichs wachsende Rolle als Innovationsstandort im Bereich Grenztechnologie. Für multinationale Unternehmen ist die wichtigste Erkenntnis, dass europäische Fluggesellschaften und Bodenabfertiger bald überprüfen müssen, ob Passagiere aus Drittstaaten die EES-Voranmeldung abgeschlossen haben und ab 2027 einen digitalen Schengen-Visum-Token besitzen. Fluggesellschaften mit Basen in Wien, Salzburg und Innsbruck wurden eingeladen, sich einer Arbeitsgruppe aus Regierung und Industrie anzuschließen, die noch in diesem Jahr Standardarbeitsanweisungen und Fehlerbehandlungsprotokolle erarbeiten wird. Der Kongress läuft bis zum 5. März weiter und bietet Workshops zu Themen wie der biometrischen Datenerfassung aus der Ferne, grenzüberschreitendem Datenaustausch und dem Schutz der Privatsphäre in KI-Systemen – alles Bereiche, die die Art und Weise, wie Unternehmen Menschen und Waren über Grenzen hinweg bewegen, grundlegend verändern werden.
Quelle: World Border Security Congress

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