
Ab dem 1. März 2026 wechseln alle internationalen Flughäfen in Österreich – Wien, Salzburg, Innsbruck, Linz, Graz und Klagenfurt – in die „Live-Testphase“ des EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES). Dieser Schritt ist die letzte Etappe, bevor das biometrische Schengen-weite System am 10. April verpflichtend wird. Während der Testphase müssen alle Drittstaatsangehörigen (einschließlich Bürger aus Großbritannien, den USA und Kanada) nun vier Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto an automatisierten Kiosken oder Schaltern erfassen lassen. Laut The Local Austria hat der Flughafen Wien 120 Selbstbedienungskioske und spezielle „Erstregistrierungs“-Spuren eingerichtet, um eine Abfertigung von über 150 Passagieren pro Stunde zu gewährleisten. Fluggesellschaften wurden angewiesen, Reisende darauf hinzuweisen, dass die Erstregistrierung 5 bis 10 Minuten zusätzlich bei Ankunft und Abflug in Anspruch nehmen kann. Österreichische Staatsbürger und EU-/EWR-Passinhaber nutzen weiterhin die e-Gates, doch Sicherheitsdienste empfehlen Familien mit Mitgliedern unterschiedlicher Nationalitäten, mehr Zeit einzuplanen, da Kinder unter 12 Jahren die automatischen Spuren nicht benutzen dürfen. Die Terminals für Geschäftsflieger in Wien und Salzburg sind ebenfalls mit tragbaren EES-Scannern ausgestattet, um Verzögerungen für Privatjet-Crews zu vermeiden. Für multinationale Arbeitgeber betrifft die Neuerung vor allem neu ankommende Mitarbeiter und kurzfristige Geschäftsreisende, die nun eine digitale „Uhr“ führen, die die Tage im Schengen-Raum zählt. Compliance-Teams sollten die im EES-Portal erfassten Einträge mit den Meldungen zu entsandten Arbeitnehmern abgleichen, da Abweichungen zu Prüfungen vor Ort führen können. Einwanderungsberater weisen darauf hin, dass selbst ein Tag Überziehung automatisch eine Meldung auslöst, die fünf Jahre lang gespeichert bleibt. Reiseverantwortliche sollten ihre Vorabinformationen aktualisieren und auf (1) die verpflichtende erstmalige biometrische Erfassung, (2) mögliche Wartezeiten zu Stoßzeiten und (3) die Notwendigkeit eines gültigen maschinenlesbaren Reisepasses mit mindestens zwei freien Seiten hinweisen. Der Flughafen Wien empfiehlt, bei Langstreckenflügen bis zur Stabilisierung des Systems drei Stunden vor Abflug anzureisen.
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