
Sitzung im Großen Ausschuss am 3. März 2026: Die Lords stimmten dem Immigration and Nationality (Fees) (Amendment) Order 2026 zu, einer Rechtsverordnung, die die *maximalen* Gebühren erhöht, die das Innenministerium für eine Vielzahl von Einwanderungsdienstleistungen verlangen darf. Die Verordnung selbst ändert die Gebühren nicht sofort, sondern ermöglicht es den Ministern, dies später im Jahr per Nebenrechtsetzung zu tun. Zu den wichtigsten Änderungen gehört die Anhebung der Obergrenze für die Gebühren der elektronischen Reisegenehmigung (ETA) von 16 auf 20 Pfund, was nur wenige Wochen nach der vollständigen Einführung der ETA eine Preiserhöhung um 25 Prozent ermöglicht. Die Höchstgebühr für zweijährige Besuchervisa steigt auf 506 Pfund, während die Maximalgebühren für Einwanderungs- und Einbürgerungsanträge moderat auf 3.635 bzw. 1.709 Pfund angehoben werden. Innenminister Lord Hanson of Flint erklärte dem Ausschuss, dass die Erhöhungen in fünf Jahren Einnahmen von 1,8 Milliarden Pfund bringen könnten, was die Steuerzahler entlaste und „ein starkes und wichtiges Einwanderungssystem“ finanziere. Die Oppositionsmitglieder forderten keine Abstimmung, äußerten jedoch Bedenken, ob die höheren ETA-Gebühren auf ihre Auswirkungen auf den Tourismus, insbesondere in Nordirland wegen der Landgrenze zur Republik Irland, hin ausreichend geprüft wurden. Der Minister argumentierte, dass 20 Pfund die UK-Gebühren an die US-ESTA und die kommenden EU-ETIAS-Gebühren angleiche und daher „angemessen“ seien. Für Arbeitgeber und Reiseverantwortliche bedeutet die Verordnung höhere direkte Kosten für Besucher-, Arbeits- und Einwanderungsanträge im Laufe des Jahres 2026. Die Budgetplanung sollte daher eine Erhöhung der Innenministeriumsgebühren um 6,5 bis 25 Prozent berücksichtigen, wobei Gruppenprogramme wie die Aufnahme von Absolventen mit zusätzlichen Gebühren in Höhe von mehreren Tausend Pfund rechnen müssen.
Quelle: Hansard (UK Parliament)
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