
Die US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) plant die Schließung von Camp East Montana, dem weitläufigen Zeltlager auf der Fort Bliss Army Base in El Paso, Texas. Ein internes Dokument, das am 4. März erstmals von The Texas Tribune veröffentlicht wurde, fordert die Verantwortlichen auf, ein Schreiben zur Beendigung des 1,2 Milliarden US-Dollar schweren Betriebsvertrags für die Einrichtung zu verfassen. Das Camp steht seit seiner Eröffnung im August 2025 unter intensiver Beobachtung, nachdem Abgeordnete Todesfälle, medizinische Vernachlässigung und zuletzt einen Masernausbruch dokumentiert haben, der mindestens 14 Inhaftierte erkrankte und den Besuchs- sowie Anwaltszugang vorübergehend aussetzte. Die Abgeordnete Veronica Escobar (D-TX) bezeichnete die Einrichtung als „Inbegriff von Betrug, Verschwendung und Missbrauch“ und forderte erneut eine sofortige Schließung. Menschenrechtsanwälte kritisieren, dass der schnelle Bau von Camp East Montana die üblichen Beschaffungsvorschriften umging, was zu überfüllten und unhygienischen Bedingungen führte, die die Ausbreitung von Krankheiten begünstigen. Der Masernausbruch hat sich zu einem Brennpunkt für Gesundheitsexperten entwickelt, die warnen, dass die Inhaftierung großer Migrantengruppen auf engem Raum systemische Gesundheitsrisiken für die umliegenden Gemeinden und das Einwanderungspersonal darstellt. Das Heimatschutzministerium bestätigte, den Vertrag „zu überprüfen“, nannte jedoch keinen Zeitplan für die Einstellung der Aktivitäten. Sollte ICE die Schließung vorantreiben, würden die Inhaftierten in andere Einrichtungen verlegt oder in Alternativprogrammen zur Inhaftierung (ATD) wie Fußfesseln und SmartLINK-Smartphone-Check-ins untergebracht. Fachkräfte im Bereich Mobilität, die ausländische Arbeitnehmer betreuen, sollten mit Verzögerungen bei Fällen rechnen, deren Akten im Docket Control Center von Camp East Montana verwaltet werden. Für globale Unternehmen unterstreicht der Vorfall die Bedeutung von medizinischer Evakuierung und Fürsorgepflicht-Protokollen für ausländische Entsandte, die an Grenzübergängen inhaftiert werden könnten. Zudem verdeutlicht er die Reputationsrisiken bei der Zusammenarbeit mit Anbietern, die mit umstrittenen Haftstätten in Verbindung stehen. Nächste Schritte für Arbeitgeber und Rechtsberater: • ICE-Überstellungsmitteilungen genau verfolgen; der Aufenthaltsort der Inhaftierten beeinflusst die Zuständigkeit der Anwälte und Kautionsverfahren. • Reisen zu Grenzübergängen in El Paso während der Masernquarantäne (mindestens bis 20. März) neu bewerten. • Proaktive Kommunikation mit Mitarbeitern in Abschiebeverfahren, um psychische Belastungen und familiäre Trennungen abzumildern.
Quelle: The Texas Tribune