
Die US-Botschaft in Nigeria gab am 6. März 2026 eine außergewöhnliche Mitteilung heraus, in der bestätigt wurde, dass die konsularische Abteilung in Abuja alle regulären Visa- und American Citizen Services (ACS)-Termine bis Montag, den 9. März, aussetzt – aufgrund der möglichen groß angelegten Demonstrationen in der Hauptstadt. Antragsteller mit ursprünglich für den 4. und 5. März geplanten Interviews erhielten automatische E-Mail-Neuterminierungen, während Termine am 6. März komplett gestrichen wurden und neue Termine erst im Online-Portal verfügbar sein müssen. Diese Vorsichtsmaßnahme verdeutlicht, wie schnell sich lokale Sicherheitslagen auf globale Mobilitätspläne auswirken können. Nigeria ist das sechstgrößte Herkunftsland für US-F-1-Studenten und zählt zu den Top-25-Märkten für B-1/B-2 Besuchervisa. Mobility-Manager in Unternehmen, die Ingenieure in Houstons Energiekorridor oder medizinisches Personal in den Mittleren Westen entsenden, sind stark auf die Botschaft in Abuja angewiesen, da die Interviewkapazitäten in Lagos nach den Überschwemmungsschäden im letzten Jahr weiterhin eingeschränkt sind. Schon eine dreitägige Schließung kann in Kombination mit den bereits verlängerten 221(g)-Verfahren dazu führen, dass Einstellungstermine erst im nächsten Geschäftsjahr stattfinden. Arbeitgeber mit nigerianischen Neueinstellungen oder Entsendungen werden daher geraten: (1) Vertragsbeginntermine zu überprüfen und gegebenenfalls auf Homeoffice-Lösungen zurückzugreifen; (2) Kandidaten durch regelmäßige Statusupdates bei der Stange zu halten; und (3) Rechtsbeistand bereitzuhalten, um bei geschäftskritischen Fällen Notfalltermine für humanitäre Anliegen zu beantragen. Die Botschaft rät Visa-Antragstellern, den X-Kanal (ehemals Twitter) und das Visa Navigator-System aufmerksam zu verfolgen, da Proteste weiterhin möglich sind und die Schließung verlängert werden könnte. Auch US-Bürger in Abuja werden aufgefordert, sich mit wichtigen Vorräten einzudecken und größere Menschenansammlungen in der Nähe von Regierungsgebäuden zu meiden. Die Entscheidung der Botschaft folgt einem allgemeinen Trend des US-Außenministeriums, konsularische Abläufe proaktiv zu pausieren, wenn Protestinformationen eine glaubhafte Bedrohung anzeigen – was die Bedeutung der Diversifizierung von Visa-Bearbeitungsstandorten unterstreicht, wo immer möglich. Obwohl die konsularische Pause voraussichtlich am 9. März endet, werden die Mitarbeiter mit einem Rückstau an abgesagten Interviews konfrontiert sein, der sich über Wochen im Kalender bemerkbar machen kann. Mobility-Teams sollten daher auch im zweiten Quartal 2026 weiterhin großzügige Vorlaufzeiten für nigerianische Visa-Fälle einplanen.
Quelle: Platforms Africa
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