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Jerusalem und Tel Aviv: Visainterviews verschoben – US-Konsulate arbeiten nur im Krisenmodus

März 7, 2026
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Jerusalem und Tel Aviv: Visainterviews verschoben – US-Konsulate arbeiten nur im Krisenmodus
Obwohl die Aussetzung der routinemäßigen Visainterviews in der Botschaft Jerusalem und der Zweigstelle in Tel Aviv bereits am 27. Februar angekündigt wurde, ist sie erst diese Woche vollständig in Kraft getreten. Antragsteller mit Terminen vom 2. bis 6. März erhielten Absage-E-Mails, ohne Hinweise darauf, wann der reguläre Betrieb wieder aufgenommen wird. Die konsularischen Abteilungen sind nur noch für Notfälle von US-Staatsbürgern geöffnet, da die regionalen Konflikte zunehmen. Für globale Mobilitätsmanager bedeutet der Ausfall, dass israelische Fachkräfte, die zu US-Hauptquartieren reisen, oder Führungskräfte, die kurzfristige B-1-Geschäftsreisen planen, nun auf Botschaften in Drittstaaten wie Athen, Bukarest oder Dubai ausweichen müssen, wo die Terminwartezeiten bereits 60 bis 90 Tage betragen. Besonders betroffen sind E-2-Investoren und O-1-Künstler, die sich mitten im Verfahren befinden, da ihre Anträge verfallen oder die Projektumsetzung gefährdet sein könnte, bevor ein neuer Termin verfügbar ist. Zusätzlich erschweren Flugausfälle die Situation: Die meisten US- und europäischen Fluggesellschaften haben den Betrieb am Flughafen Ben Gurion eingestellt, sodass Reisende über Jordanien oder Ägypten umsteigen müssen – Routen, die oft keine Vorabkontrolle durch US-Zoll und Grenzschutz bieten, was bei der Einreise in die USA zu zusätzlichen Kontrollen führen kann. Unternehmen sollten daher mehr Reisezeit und -kosten in ihre Mobilitätsbudgets einplanen und, wo möglich, auf Remote-Onboarding setzen. Rechtsberater weisen darauf hin, dass die beschleunigte Bearbeitung durch USCIS innerhalb der USA weiterhin möglich ist, sodass eine Statusänderung für bereits in den USA befindliche israelische Staatsangehörige eine Option sein könnte. Arbeitgeber müssen jedoch die Ablaufdaten der I-94-Formulare im Blick behalten, um eine unerlaubte Aufenthaltsdauer zu vermeiden. Das Außenministerium wird ein Update veröffentlichen, sobald die Sicherheitslage eine begrenzte Wiedereröffnung erlaubt, doch Insider warnen, dass eine Normalisierung der Kapazitäten vor Ende des zweiten Quartals 2026 unwahrscheinlich ist. Mobilitätsverantwortliche sollten daher die Visavergabe in Israel für die nahe Zukunft als faktisch außer Betrieb betrachten.
Quelle: U.S. Department of State

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