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Meloni kritisiert Richter scharf, nachdem Gerichte Migrantenüberweisungen nach Albanien vor dem Justizreferendum blockieren

März 12, 2026
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Meloni kritisiert Richter scharf, nachdem Gerichte Migrantenüberweisungen nach Albanien vor dem Justizreferendum blockieren
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nutzte eine Rede im Senat am 11. März, um italienische Richter zu beschuldigen, das zentrale Migrationsabkommen ihrer Regierung mit Albanien zu untergraben – nur wenige Tage bevor die Wähler über eine umfassende Verfassungsreform der Justiz entscheiden. Das Berufungsgericht in Rom hatte kürzlich die Inhaftierung von drei irregulären Migranten im Aufnahmecenter Gjader nicht bestätigt und dabei die Vereinbarkeit des Protokolls mit dem EU-Asylrecht infrage gestellt.

Laut dem bilateralen Abkommen von 2023 können bis zu 3.000 Migranten, die von italienischen Schiffen gerettet werden, monatlich in zwei Einrichtungen auf albanischem Boden überstellt werden, während ihre Asylanträge geprüft werden. Das erste Zentrum wurde im Januar eröffnet, sieht sich jedoch mit mehreren juristischen Herausforderungen bezüglich Zuständigkeit und dem Zugang der Inhaftierten zu italienischen Gerichten konfrontiert.

Meloni betonte, dass das Programm vollständig EU-konform und entscheidend zur Abschreckung von Schleusern sei, und verwies auf positive Stellungnahmen der Europäischen Kommission. Ihre Kritik steht im Einklang mit dem Regierungsaufruf zu einem „Ja“ beim Referendum am 22. und 23. März, das den Obersten Rat der Justiz spalten und den Wechsel zwischen Richtern und Staatsanwälten verbieten würde. Gegner, darunter die Richtergewerkschaft ANM, warnen, die Reform gefährde die Unabhängigkeit der Justiz – besonders in sensiblen Bereichen wie der Migrationskontrolle.

Meloni kritisiert Richter scharf, nachdem Gerichte Migrantenüberweisungen nach Albanien vor dem Justizreferendum blockieren


Für Unternehmen, die Mitarbeiter nach Italien entsenden, signalisiert der Streit ein volatiles regulatorisches Umfeld. Sollten die Gerichte die Überstellungen nach Albanien weiterhin aussetzen, könnte das ohnehin überlastete CPR-Netzwerk Italiens an seine Kapazitätsgrenzen stoßen, was zu längeren Haftzeiten für abgelehnte Arbeitsmigranten und erschwerten Abschiebungen führen würde.

Gleichzeitig könnte ein Sieg Melonis beim Referendum weitere Migrationskontrollmaßnahmen beschleunigen, die derzeit im Parlament blockiert sind. Mobility-Manager sollten parlamentarische Änderungen genau verfolgen, da diese die Bearbeitungszeiten für humanitäre und Arbeitserlaubnisfälle beeinflussen könnten.

Der Vorfall verdeutlicht, dass Migration weiterhin der zentrale Streitpunkt in Italiens Verfassungsdebatte ist – und ein aktuelles operatives Risiko für globale Mobilitätsprogramme darstellt.
Quelle: ANSA English Service

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