
Um 0:01 Uhr Eastern Time am 17. März trat die Beendigung des Temporary Protected Status (TPS) für Somalia durch das Department of Homeland Security in Kraft und schloss damit ein 35 Jahre andauerndes Kapitel, das mit dem Bürgerkrieg in Somalia 1991 begann. Die im Januar im Federal Register veröffentlichte Kündigungsmitteilung gewährte den Begünstigten eine 60-tägige Schonfrist, um entweder die Ausreise vorzubereiten oder einen anderen legalen Aufenthaltsstatus zu sichern. Daten der USCIS zeigen, dass Ende 2025 noch etwa 7.000 somalische Staatsangehörige im TPS registriert waren, viele davon in Minnesota, Ohio und der Region Washington DC, wo sie in den Bereichen Logistik, Gesundheitswesen und Gemeindedienste beschäftigt sind. Die mit TPS verbundene Arbeitserlaubnis läuft ebenfalls heute aus; Arbeitgeber müssen neue I-9-Formulare ausfüllen oder betroffene Mitarbeiter in unbezahlten Urlaub schicken, um Strafen zu vermeiden. Lokale Unterstützer berichten von einem Anstieg an Beratungen zu Statuswechsel-Strategien, etwa F-1-Studentenvisa für jüngere TPS-Inhaber und beschäftigungsbasierte Anträge für Pflegekräfte. Flughafenbehörden in Minneapolis–St. Paul und Columbus koordinieren sich mit dem CBP, um mögliche Abreisen zu managen. ICE hat angekündigt, während der 60-tägigen „geordneten Übergangsphase“ keine Priorität auf Durchsetzung gegen ehemalige TPS-Inhaber zu legen, schließt zukünftige Maßnahmen jedoch nicht aus. Gemeinschaftsorganisationen raten Betroffenen, Nachweise über rechtliche Beratungen mitzuführen und internationale Reisen zu vermeiden, bis ein neuer Status gesichert ist. Für globale Mobilitätsprogramme ist die heutige Frist eine Mahnung, dass humanitäre Schutzstatus abrupt enden können. Unternehmen mit großen somalischen Belegschaften sollten Nachfolgepläne prüfen und bei Scheitern von Anträgen Remote-Arbeitsmodelle aus Kanada oder Europa in Betracht ziehen. Die Entwicklung könnte zudem auf eine breitere Initiative der Regierung hinweisen, TPS-Designationen zurückzufahren, weshalb proaktive Personalüberprüfungen im Jahr 2026 unerlässlich sind.
Quelle: Federal Register / DHS
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