
Treffen in Brüssel: EU-Abgeordnete haben am Sonntag grünes Licht für einen umstrittenen Plan gegeben, der es ermöglicht, abgelehnte Asylbewerber bis zu zwei Jahre in sogenannten „Rückführungszentren“ in Drittstaaten, vor allem in Afrika, festzuhalten. Die Maßnahmen sind Teil des Zehn-Gesetze-Pakts zu Migration und Asyl, der am 12. Juni 2026 in Kraft treten soll und eine Verschärfung der politischen Stimmung in der EU widerspiegelt.
Da die EU-Institutionen ihren Sitz in Belgien haben, wird das Land eine zentrale Rolle bei der Koordinierung von Abschiebeflügen, dem Datenaustausch und der Überwachung der neuen Zentren spielen. Im Rahmen des Programms erhalten EU-Grenzbehörden erweiterte Befugnisse, um Wohnräume zu durchsuchen, mobile Kontrollen durchzuführen sowie Drohnen und Wärmebildkameras zur Verfolgung irregulärer Migranten einzusetzen.
Befürworter, darunter flämische Rechtsparteien, argumentieren, dass die Politik gefährliche Überfahrten über das Meer verhindern und den Druck auf Erstaufnahmeländer wie Italien und Griechenland verringern wird. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, der Pakt zeige, dass die EU „besser gerüstet“ sei als während der Flüchtlingskrise 2015.
Menschenrechtsorganisationen mit Sitz in Brüssel, darunter die Plattform für internationale Zusammenarbeit mit undokumentierten Migranten und das EU-Büro von Amnesty International, warnen, dass der Vorschlag „rechtliche Schwarze Löcher“ schaffen könnte, in denen rechtsstaatliche Standards nicht mehr gelten. Ein Bericht von NGOs aus dem Februar dokumentierte über 80.000 Zurückweisungen im Jahr 2025, durchschnittlich 221 pro Tag, oft begleitet von Gewalt und Diebstahl der Habseligkeiten der Migranten.
Für belgische Arbeitgeber, insbesondere solche, die auf saisonale Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern angewiesen sind, könnte die verschärfte Durchsetzung mehr Vor-Ort-Kontrollen und höhere Dokumentationsanforderungen zur Legitimierung der Beschäftigung bedeuten. Unternehmen sollten ihre Auftragnehmerketten überprüfen und sicherstellen, dass alle ausländischen Mitarbeiter gültige Arbeitserlaubnisse besitzen, da die Behörden nach Inkrafttreten des Pakts verstärkt Betriebsinspektionen durchführen könnten.
Firmen, die in der humanitären Logistik oder im Facility Management der geplanten „Rückführungszentren“ tätig sind, könnten neue Geschäftsmöglichkeiten erhalten, müssen aber mit erhöhter öffentlicher Beobachtung rechnen.
Obwohl der Pakt noch eine abschließende Abstimmung durchlaufen muss, gilt die politische Einigung unter Diplomaten als so gut wie sicher. Aufgrund der Rolle Belgiens als Gastgeber der EU-Agenturen müssen die Ministerien für Migration, Justiz und Inneres nun ihre Kapazitäten ausbauen, um die steigenden Datenmengen zu verarbeiten und Charterflüge zu koordinieren – Aufgaben, die voraussichtlich zusätzliche Haushaltsmittel für 2026 und 2027 erfordern werden.
Da die EU-Institutionen ihren Sitz in Belgien haben, wird das Land eine zentrale Rolle bei der Koordinierung von Abschiebeflügen, dem Datenaustausch und der Überwachung der neuen Zentren spielen. Im Rahmen des Programms erhalten EU-Grenzbehörden erweiterte Befugnisse, um Wohnräume zu durchsuchen, mobile Kontrollen durchzuführen sowie Drohnen und Wärmebildkameras zur Verfolgung irregulärer Migranten einzusetzen.
Befürworter, darunter flämische Rechtsparteien, argumentieren, dass die Politik gefährliche Überfahrten über das Meer verhindern und den Druck auf Erstaufnahmeländer wie Italien und Griechenland verringern wird. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, der Pakt zeige, dass die EU „besser gerüstet“ sei als während der Flüchtlingskrise 2015.
Menschenrechtsorganisationen mit Sitz in Brüssel, darunter die Plattform für internationale Zusammenarbeit mit undokumentierten Migranten und das EU-Büro von Amnesty International, warnen, dass der Vorschlag „rechtliche Schwarze Löcher“ schaffen könnte, in denen rechtsstaatliche Standards nicht mehr gelten. Ein Bericht von NGOs aus dem Februar dokumentierte über 80.000 Zurückweisungen im Jahr 2025, durchschnittlich 221 pro Tag, oft begleitet von Gewalt und Diebstahl der Habseligkeiten der Migranten.
Für belgische Arbeitgeber, insbesondere solche, die auf saisonale Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern angewiesen sind, könnte die verschärfte Durchsetzung mehr Vor-Ort-Kontrollen und höhere Dokumentationsanforderungen zur Legitimierung der Beschäftigung bedeuten. Unternehmen sollten ihre Auftragnehmerketten überprüfen und sicherstellen, dass alle ausländischen Mitarbeiter gültige Arbeitserlaubnisse besitzen, da die Behörden nach Inkrafttreten des Pakts verstärkt Betriebsinspektionen durchführen könnten.
Firmen, die in der humanitären Logistik oder im Facility Management der geplanten „Rückführungszentren“ tätig sind, könnten neue Geschäftsmöglichkeiten erhalten, müssen aber mit erhöhter öffentlicher Beobachtung rechnen.
Obwohl der Pakt noch eine abschließende Abstimmung durchlaufen muss, gilt die politische Einigung unter Diplomaten als so gut wie sicher. Aufgrund der Rolle Belgiens als Gastgeber der EU-Agenturen müssen die Ministerien für Migration, Justiz und Inneres nun ihre Kapazitäten ausbauen, um die steigenden Datenmengen zu verarbeiten und Charterflüge zu koordinieren – Aufgaben, die voraussichtlich zusätzliche Haushaltsmittel für 2026 und 2027 erfordern werden.
Quelle: Associated Press