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Belgien und Algerien schließen „historisches“ Abkommen zur Rückführung und Abschaffung des Diplomatenvisums ab

Apr. 2, 2026
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Belgien und Algerien schließen „historisches“ Abkommen zur Rückführung und Abschaffung des Diplomatenvisums ab
Am 31. März unterzeichneten der belgische Außenminister Maxime Prévot und die Ministerin für Asyl und Migration, Anneleen Van Bossuyt, gemeinsam mit ihrem algerischen Amtskollegen Ahmed Attaf zwei Abkommen. Diese zielen darauf ab, die Rückführung algerischer Staatsangehöriger ohne legalen Aufenthaltsstatus in Belgien zu erleichtern und die Visapflicht für Inhaber diplomatischer und Dienstpässe aufzuheben. Der Rückübernahmevertrag verpflichtet Algier, Identitäten innerhalb von 15 Tagen zu bestätigen, die Gültigkeit von Laissez-passer auf 30 Tage zu verlängern und Gruppenrückführungen unter Begleitung algerischer Beamter zu ermöglichen. Brüssel hofft, mit dem Abkommen die bisher schlechte Durchsetzung zu verbessern: Von 2.251 algerischen Staatsangehörigen, gegen die 2025 Abschiebebescheide erlassen wurden, verließen nur 85 das Land. Derzeit befinden sich etwa 780 algerische Staatsbürger in belgischen Gefängnissen, davon 700 ohne Aufenthaltsstatus. Für Unternehmen, die algerische Mitarbeiter in Belgien beschäftigen, schafft das Abkommen klarere Verfahren zur Lösung von Überziehungen und könnte die Haftzeiten vor der Abschiebung verkürzen. Die Visafreiheit für Diplomaten erleichtert unterdessen offizielle Besuche im Zusammenhang mit der wachsenden Energie- und Bergbaukooperation – Algerien ist der zweitgrößte Pipeline-Gaslieferant der EU, und Sonatrach prüft ein grünes Wasserstoffprojekt mit der belgischen Ingenieurgruppe John Cockerill. Das Abkommen steht im Einklang mit Van Bossuyts umfassender Strategie, wirtschaftliche Zusammenarbeit für Zugeständnisse in der Migrationspolitik zu nutzen. Es bedarf noch der parlamentarischen Ratifizierung, wird aber voraussichtlich angenommen, da parteiübergreifend Besorgnis über die Rückführungsquoten besteht. EU-Beobachter werden das Abkommen genau verfolgen; die Kommission strebt seit langem robustere Rückübernahmeabkommen mit nordafrikanischen Partnern an. Menschenrechtsorganisationen warnen, dass beschleunigte Abschiebungen die rechtsstaatlichen Garantien gefährden könnten, und fordern eine unabhängige Kontrolle. Die Regierung entgegnet, das Abkommen entspreche den EU-Grundrechtsstandards und enthalte humanitäre Ausnahmeregelungen.
Quelle: The Brussels Times

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