
Belgien hat als jüngstes EU-Mitglied den biometrischen Teil des neuen Ein- und Ausreisesystems (EES) der Union vorerst gestoppt, nachdem es am vergangenen Wochenende am Flughafen Brüssel zu chaotischen Szenen mit Warteschlangen von über drei Stunden für Nicht-EU-Reisende gekommen war. Das Bundesinnenministerium bestätigte, dass die Bundespolizei bis auf Weiteres keine Fingerabdrücke mehr scannt oder Gesichtsbilder erfasst, obwohl Drittstaatsangehörige weiterhin die digitale Registrierung absolvieren müssen, die die Passstempel ersetzt. Die vorübergehende Aussetzung folgt auf Testläufe, die die Grenzkontrollstellen gerade zum Beginn der Osterreisewelle überforderten.
Am Donnerstagmorgen, dem 2. April, mussten ankommende Passagiere trotz des biometrischen Aussetzens noch 60 bis 70 Minuten an der Passkontrolle warten, so Flughafen-Sprecher Quentin Mertens. Fluggesellschaften meldeten innerhalb von vier Tagen über 600 verpasste Anschlussflüge, und Geschäftsreisende warnten vor Auswirkungen auf Firmenreisen und Lieferkettenbesuche, die in der Ferienwoche geplant sind.
Nach EU-Vorgaben muss das EES bis zum 10. April 2026 an allen Schengen-Außengrenzen voll funktionsfähig sein und die bisherigen Passstempel durch eine zentrale Datenbank ersetzen, die jede Ein- und Ausreise bei Aufenthalten unter 90 Tagen erfasst. Belgische Behörden betonen, dass die Pause nur vorübergehend sei, verweisen aber auf Softwareprobleme, längere als erwartete Bearbeitungszeiten und einen akuten Mangel an Bundespolizisten, die den April-Termin ohne „dringende Leistungsverbesserungen“ unrealistisch machen.
Für Unternehmen, die Talente über Brüssel fliegen, bringt die Entscheidung kurzfristig Entlastung: Reisende aus den USA, Großbritannien, Kanada und den meisten Teilen Asiens können wieder automatisierte e-Gates nutzen, was die Abfertigungszeit um mehrere Minuten verkürzt. Arbeitgeber werden dennoch aufgefordert, längere Umsteigezeiten in ihre Reisepläne einzubauen und Kopien der Schengen-Aufenthaltsberechnungen aufzubewahren, falls während der Übergangsphase manuelle Stempelungen fehlerhaft sein sollten.
Das Innenministerium hat eine interbehördliche Taskforce mit der Europäischen Kommission und dem Flughafenbetreiber BAC einberufen, um die Passagierflussmodelle vor der Sommerspitze neu zu gestalten. Beobachter gehen davon aus, dass Belgiens Vorgehen andere Mitgliedstaaten – darunter Frankreich, die Niederlande und Spanien, die ähnliche Bedenken geäußert haben – ermutigen wird, bei Nichterreichen der Leistungsziele mehr Flexibilität einzufordern.
Am Donnerstagmorgen, dem 2. April, mussten ankommende Passagiere trotz des biometrischen Aussetzens noch 60 bis 70 Minuten an der Passkontrolle warten, so Flughafen-Sprecher Quentin Mertens. Fluggesellschaften meldeten innerhalb von vier Tagen über 600 verpasste Anschlussflüge, und Geschäftsreisende warnten vor Auswirkungen auf Firmenreisen und Lieferkettenbesuche, die in der Ferienwoche geplant sind.
Nach EU-Vorgaben muss das EES bis zum 10. April 2026 an allen Schengen-Außengrenzen voll funktionsfähig sein und die bisherigen Passstempel durch eine zentrale Datenbank ersetzen, die jede Ein- und Ausreise bei Aufenthalten unter 90 Tagen erfasst. Belgische Behörden betonen, dass die Pause nur vorübergehend sei, verweisen aber auf Softwareprobleme, längere als erwartete Bearbeitungszeiten und einen akuten Mangel an Bundespolizisten, die den April-Termin ohne „dringende Leistungsverbesserungen“ unrealistisch machen.
Für Unternehmen, die Talente über Brüssel fliegen, bringt die Entscheidung kurzfristig Entlastung: Reisende aus den USA, Großbritannien, Kanada und den meisten Teilen Asiens können wieder automatisierte e-Gates nutzen, was die Abfertigungszeit um mehrere Minuten verkürzt. Arbeitgeber werden dennoch aufgefordert, längere Umsteigezeiten in ihre Reisepläne einzubauen und Kopien der Schengen-Aufenthaltsberechnungen aufzubewahren, falls während der Übergangsphase manuelle Stempelungen fehlerhaft sein sollten.
Das Innenministerium hat eine interbehördliche Taskforce mit der Europäischen Kommission und dem Flughafenbetreiber BAC einberufen, um die Passagierflussmodelle vor der Sommerspitze neu zu gestalten. Beobachter gehen davon aus, dass Belgiens Vorgehen andere Mitgliedstaaten – darunter Frankreich, die Niederlande und Spanien, die ähnliche Bedenken geäußert haben – ermutigen wird, bei Nichterreichen der Leistungsziele mehr Flexibilität einzufordern.
Quelle: The Brussels Times
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