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USA widerruft Visa und Green Cards hochrangiger iranischer Staatsangehöriger

Apr. 5, 2026
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USA widerruft Visa und Green Cards hochrangiger iranischer Staatsangehöriger
Das US-Außenministerium hat seine Ermessensbefugnis zur Aufhebung von Visa genutzt, um mindestens vier iranischen Staatsangehörigen – darunter Verwandte des getöteten IRGC-Kommandeurs Qassem Soleimani – die Erlaubnis zu entziehen, in den USA zu leben, zu arbeiten oder einzureisen. In einer Erklärung am Samstag sagte Außenminister Marco Rubio, die Betroffenen hätten „öffentlich Angriffe auf Amerikaner gefeiert“ und erfüllten daher nicht die gesetzliche Voraussetzung, dass Einreisende weder ein Sicherheits- noch ein außenpolitisches Risiko darstellen. Zwei der vier – Hamideh Soleimani Afshar und ihre Tochter – wurden in Los Angeles von der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE festgenommen und befinden sich im Ausweisungsverfahren. Obwohl Visa-Aufhebungen nicht neu sind, ist es äußerst selten, dass sie gegen Personen mit dauerhaftem Aufenthaltsstatus (Green Card) verhängt werden. Dies unterstreicht die umfassendere Strategie der zweiten Trump-Regierung, alle Ermessensspielräume im Einwanderungsbereich zu verschärfen. Seit Dezember hat das Ministerium zudem die Visa mehrerer iranischer Diplomaten bei den Vereinten Nationen widerrufen, was zeigt, dass selbst eine quasi-diplomatische Immunität wenig Schutz bietet, wenn Washington ein Signal an Teheran senden will. Für US-Unternehmen ist dieser Vorfall eine Erinnerung daran, dass Mitarbeiter oder Investoren mit Verbindungen – auch wenn sie nur entfernt sind – zu sanktionierten Regimen eine höhere Compliance-Hürde überwinden müssen. Globale Mobilitätsteams sollten Reiseverläufe und politische Verbindungen bei der Unterstützung von Green-Card- oder Arbeitsvisaanträgen genau prüfen, da plötzliche Visa-Aufhebungen zu Personalengpässen und Vertragsstrafen führen können. Einwanderungsrechtliche Berater weisen zudem darauf hin, dass Personen mit dauerhaftem Aufenthaltsstatus, deren Status widerrufen wird, sofort ihre Arbeitserlaubnis verlieren, was für Arbeitgeber eine erneute Überprüfung der I-9-Formulare auslösen kann. Praktisch sollten Unternehmen Notfallpläne für Talente in Risikogruppen entwickeln: etwa Schattenabrechnungen in Drittstaaten aufbauen, Remote-Arbeitsoptionen anbieten und Schutzklauseln in Arbeitsverträgen verankern. Die jüngste Maßnahme deutet darauf hin, dass in den kommenden Monaten weitere gezielte Visa-Streichungen im Zusammenhang mit Iran, Russland und deren Stellvertretern zu erwarten sind.
Quelle: Associated Press

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