
Die US-Botschaft in Bagdad hat am 2. April eine dringende Sicherheitswarnung herausgegeben und davor gewarnt, dass von Iran unterstützte irakische Milizen „innerhalb der nächsten 24 bis 48 Stunden Angriffe im Zentrum von Bagdad planen könnten“. Alle US-Bürger wurden aufgefordert, das Land zu verlassen, solange noch kommerzielle Reisemöglichkeiten bestehen. Die Reisewarnung der Stufe 4 „Nicht reisen“ für den Irak gilt seit Jahren, doch die Mitteilung vom Donnerstag ist ungewöhnlich deutlich: Es wird vor möglichen Entführungen, Raketenangriffen sowie Angriffen auf Hotels, Universitäten, Energieinfrastruktur und diplomatische Einrichtungen gewarnt. Die Botschaft betonte, dass selbst die Identifikation als irakisches Regierungspersonal keinen Schutz garantiert, da einige Milizionäre offizielle Dokumente besitzen. Sicherheitsteams von Unternehmen mit Mitarbeitern am Flughafen Bagdad, im Energiekorridor von Basra und in den Technologieparks von Erbil reagierten umgehend und setzten Evakuierungspläne in Gang. Mehrere Dienstleister im Ölsektor bestätigten, dass sie Charterflüge nach Dubai und Amman für US-Techniker organisieren. Die Warnung erfolgt vor dem Hintergrund steigender regionaler Spannungen nach iranischen Raketenangriffen im Golf und US-Vergeltungsschlägen. Multinationale Unternehmen mit Aktivitäten im Irak sowie Reisende, die das Land durchqueren, sollten ihre Versicherungen überprüfen, für Satellitentelefone als Backup sorgen und ihre Reisepläne im Smart Traveler Enrollment Program des Außenministeriums registrieren. US-Staatsangehörigen, die nicht ausreisen können, wird geraten, westlich geführte Hotels zu meiden, ihre Routen zu variieren, unauffällig zu bleiben und Notunterkünfte vorzubereiten. Arbeitgeber stehen vor erhöhten Fürsorgepflichten und müssen möglicherweise Einsätze in Nachbarländer verlegen, bis die Gefahr vorüber ist.
Quelle: AOL News
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