
48 Tage nach Beginn eines teilweisen Stillstands im Heimatschutzministerium (DHS) hat Präsident Donald Trump eine präsidiale Anordnung unterzeichnet, die vorsieht, dass alle 260.000 DHS-Mitarbeiter rückwirkend ab dem 14. Februar – dem Tag, an dem die Haushaltsmittel ausliefen – volle Vergütung und Leistungen erhalten. Das am frühen Samstag veröffentlichte Memo weist den neu vereidigten DHS-Minister Markwayne Mullin und den OMB-Direktor Russell Vought an, alle rechtlich verfügbaren Finanzierungsquellen mit einem „vernünftigen Bezug“ zu den Aufgaben des Heimatschutzes zu nutzen, bis der Kongress die regulären Mittel wiederherstellt. Grenzschutzbeamte, TSA-Kontrolleure, Küstenwache, FEMA-Notfallhelfer und Einwanderungsprüfer arbeiten seit fast sieben Wochen ohne Bezahlung, was zu einem Abgang von Auftragnehmern und vermehrten Krankmeldungen an großen Flughäfen führt. Branchenverbände der Fluggesellschaften und globalen Mobilitätsmanager warnten, dass die anhaltenden Personalknappheiten beim Zoll- und Grenzschutz die Wartezeiten bei der Erstkontrolle verlängern und Termine für vertrauenswürdige Reisende gefährden. Der Schritt des Weißen Hauses umgeht den Kongress, verschafft aber nur begrenzte Zeit: Die vorübergehende Finanzierungsbefugnis gilt nur, solange bestehende Programmkonten ungebundene Mittel aufweisen. Republikanische Führungskräfte hoffen, bis Anfang Juni eine Fortsetzungsresolution nur für das DHS zu verabschieden, doch Mitglieder des House Freedom Caucus fordern weiterhin tiefere Kürzungen bei der Bearbeitung von Einwanderungsleistungen und humanitären Aufenthaltsgenehmigungen. Für multinationale Unternehmen ist die unmittelbare Wirkung positiv – Flughafensperren werden vermieden und die Bearbeitung von Einwanderungsleistungen wie EAD-Karten und Premiumverfahren kommt wieder in Gang. Lohnbuchhaltungen sollten jedoch zukünftige Mittelengpässe im Auge behalten: Wenn die Gebührenkonten von CBP oder USCIS erschöpft sind, könnten Serviceeinschränkungen erneut Geschäftsreisende und Fallbearbeitungen treffen. Arbeitgeber sollten zudem mit einem Anstieg von Überstunden bei der Fallbearbeitung rechnen, sobald die reguläre Finanzierung wiederhergestellt ist, und entsprechend für beschleunigte Gebühren budgetieren.
Quelle: yourNEWS