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Spanien bereitet sich auf die vollständige Einführung des EU-Ein- und Ausreisesystems am 10. April vor

Apr. 8, 2026
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Spanien bereitet sich auf die vollständige Einführung des EU-Ein- und Ausreisesystems am 10. April vor
Die spanischen Grenzkontrollbehörden befinden sich in der letzten 48-Stunden-Countdown-Phase für das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union, das die bisherige Praxis des Passstempelns durch ein vollständig biometrisches, digitales Register aller Drittstaatsangehörigen ersetzt, die eine externe Schengen-Grenze überschreiten. Das EES wurde im Oktober 2025 im Pilotbetrieb gestartet, doch ab 00:00 Uhr am 10. April 2026 wird es die einzige rechtliche Methode zur Erfassung von Ein- und Ausreisen an allen spanischen Flughäfen, Seehäfen sowie den Landgrenzen zu Gibraltar, Ceuta und Melilla sein. Passagiere mit Nicht-EU-Pässen müssen ihren Ausweis scannen lassen, ein Gesichtsbild wird aufgenommen und vier Fingerabdrücke erfasst; die Daten werden verschlüsselt und für drei Jahre gespeichert, wodurch automatisch berechnet wird, wie viele Tage ein Reisender noch unter der 90/180-Tage-Regel verbleibt. Der Grenztechnikanbieter Thales hat mehr als 700 Selbstbedienungskioske am Flughafen Adolfo-Suárez Madrid-Barajas und Josep Tarradellas Barcelona-El Prat installiert, während Aena zusätzlich 480 Polizisten der Policía Nacional geschult hat, um die manuellen „Fallback“-Schalter zu betreuen, die während des Osterreiseverkehrs stark frequentiert sein werden. Fluggesellschaften und Flughafenverbände warnen jedoch, dass die Bearbeitungszeiten bereits bei der teilweisen Einführung um bis zu 70 Prozent gestiegen sind; Geschäftsreisende werden aufgefordert, „mindestens eine Stunde früher als bisher“ anzureisen und sicherzustellen, dass ihre Pässe maschinenlesbar und nicht älter als zehn Jahre sind. Für Arbeitgeber ist die größte operative Veränderung, dass die Berechnung von Überziehungen sofort und unumstößlich erfolgt, wodurch die bisherige Grauzone durch fehlende Stempel entfällt. Mobilitätsmanager sollten die Reisehistorien von Vielfliegern und Pendlern vor der Genehmigung von Reisen prüfen, die deren Schengen-Kontingent überschreiten könnten. Obwohl spanische Einwohner mit biometrischer TIE-Karte ausgenommen sind, sollten Unternehmen ihre Besuchskunden und Lieferanten – insbesondere aus Großbritannien, den USA und Lateinamerika – über das neue Verfahren informieren, um kurzfristige Zutrittsverweigerungen zu vermeiden. Mittelfristig wird erwartet, dass das digitale System nach der anfänglichen Lernphase die Warteschlangen verkürzt und in das ETIAS-Vorreisescreening einfließt, das nun für Ende 2026 geplant ist.
Quelle: Euro Weekly News

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