
Ein einwöchiger Streik der Gepäckabfertiger von Groundforce hat den Betrieb am Flughafen Barcelona Josep Tarradellas El Prat erheblich beeinträchtigt: Bis zum Abend des 5. April 2026 stapelten sich mehr als 2.000 nicht verladene Koffer in Terminal 1. Die Streikaktionen, die jeweils montags, mittwochs und freitags in drei Zeitfenstern stattfinden, fallen mit dem Reisehoch zur Karwoche in Spanien zusammen und belasten besonders Fluggesellschaften wie Lufthansa, Etihad und Qatar Airways, die Groundforce als Subunternehmer einsetzen. Obwohl das Verkehrsministerium Mindestdienstleistungen von bis zu 81 % angeordnet hat, kritisieren die Gewerkschaften diese Quoten als „überzogen“ und berichten von Disziplinarmaßnahmen gegen Streikteilnehmer. Am Check-in kam es zu Wartezeiten von über 90 Minuten bei Abflügen, während ankommende Passagiere lange auf ihr Gepäck am Förderband warten mussten und anschließend Verlustmeldungen aufgeben mussten. Der Flughafenbetreiber Aena rät Reisenden, vor Abflug die Fluggesellschaften zu kontaktieren und wichtige Gegenstände im Handgepäck zu verstauen. Einige Airlines leiten Gepäck über alternative Drehkreuze wie Madrid-Barajas oder Palma de Mallorca um und bieten nach Wiederauffinden der Koffer einen Lieferservice zu Hotels und Ferienunterkünften in Katalonien an. Für Geschäftsreisende unterstreicht die Situation die Bedeutung einer Echtzeit-Überwachung der Reiserouten während arbeitskampfbedingter Störungen in der Hochsaison. Unternehmen mit Mitarbeitern, die diese Woche über Barcelona reisen, sollten mehr Reisezeit einplanen, elektronische Gepäckanhänger nutzen, wo möglich, und ihre Mitarbeiter daran erinnern, Quittungen für Notkäufe aufzubewahren; die EU-Verordnung 261/2004 begrenzt die Haftung der Airlines auf etwa 1.600 Euro, erlaubt aber höhere Entschädigungen bei Nachweis der Ausgaben. Die Gewerkschaftsführer drohen mit einer Ausweitung der Streiks auf tägliche Arbeitsniederlegungen ab dem 12. April, falls die Geschäftsleitung die Lohnverhandlungen nicht wieder aufnimmt. Multinationale Unternehmen mit Projektteams in Spanien sollten die Entwicklungen genau verfolgen, da ähnliche Streiks bei der Gepäckabfertigung an den Flughäfen Valencia und Ibiza drohen und die Reisebeeinträchtigungen landesweit ausweiten könnten.
Quelle: APD.cat
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