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Spanien zählt die Tage bis zum Start des biometrischen Ein- und Ausreisesystems der EU am 10. April

Apr. 9, 2026
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Spanien zählt die Tage bis zum Start des biometrischen Ein- und Ausreisesystems der EU am 10. April
Nach 18 Monaten schrittweiser Erprobung wird das biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union ab Mitternacht am 10. April die einzige rechtliche Methode zur Erfassung von Drittstaatsangehörigen sein. Für Spanien, eines der verkehrsreichsten Tore im Schengen-Raum, ist diese Umstellung bahnbrechend: Passstempel entfallen und werden durch eine digitale Erfassung ersetzt, die Gesichtsaufnahmen und vier Fingerabdrücke jedes Reisenden enthält, der weder EU-Bürger noch Langzeitaufenthalter ist. Aena, Spaniens Flughafenbetreiber, hat an den Flughäfen Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat über 700 Selbstbedienungskioske installiert, während 480 zusätzliche Polizisten der Policía Nacional für manuelle Kontrollspuren geschult wurden. Branchenverbände wie ACI Europe und Airlines 4 Europe warnen jedoch, dass die Grenzkontrollzeiten bereits während der Oster-Hochsaison um bis zu 70 % gestiegen sind, und empfehlen Reisenden, mindestens eine Stunde früher als bisher anzureisen. Für Geschäftsreisende hat das System praktische und unmittelbare Folgen. Es berechnet automatisch die 90/180-Tage-Schengen-Aufenthaltsregelungen und schließt Fehler bei der Zählung von Passstempeln aus. Überziehungen lösen automatische Warnungen aus, die an allen Schengen-Grenzstellen sichtbar sind und zukünftige Visaanträge gefährden können. Unternehmen sollten ihre Reisenden darauf hinweisen, dass sie maschinenlesbare Pässe benötigen, die in den letzten zehn Jahren ausgestellt wurden, und darauf aufmerksam machen, dass Kollegen, die häufig mehrere Schengen-Staaten durchqueren, sich nicht mehr auf fehlende Ausreisestempel verlassen können, um ihren Aufenthalt „zurückzusetzen“. Die Einführung des EES erfordert zudem eine Neubewertung der Datenschutzkonformität. Arbeitgeber, die Reisedaten ihrer Mitarbeiter zur Überwachung der Schengen-Tage erfassen, müssen sicherstellen, dass ihre Systeme keine sensiblen biometrischen Daten duplizieren, die bereits von eu-LISA gespeichert werden. Anbieter von Reisemanagement aktualisieren ihre APIs, damit Reisepläne mit der Echtzeit-Datenbank des EES abgeglichen werden und so das Risiko von Diskrepanzen verringert wird. Blickt man voraus, so teilt das spanische Innenministerium mit, dass das neue System direkt in ETIAS eingespeist wird – die elektronische Reisegenehmigung, die ab Ende 2026 für visumfreie Staatsangehörige verpflichtend sein wird. Mobilitätsteams haben somit ein sechsmonatiges Zeitfenster, um interne Abläufe anzupassen, bevor die nächste Ebene der EU-Reisebürokratie in Kraft tritt.
Quelle: Euro Weekly News

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