Frankreich verschiebt biometrische Kontrollen bei Kanalüberquerungen wenige Tage vor dem Start des EES
EU bestätigt Umstellung auf vollständig digitale Schengen-Visa; Frankreich verweist auf Erfolg bei Olympischen Testläufen
EU-Ein- und Ausreisesystem tritt in Endphase ein – doch französische Flughäfen und Fährgesellschaften fordern Schonfrist
Neueste Nachrichten
Französische Regierung beschleunigt Verordnungen zur Angleichung des nationalen Rechts an den EU-Migrations- und Asylpakt
Der Ministerrat hat ein Gesetz verabschiedet, das der Regierung die Befugnis gibt, Verordnungen zu erlassen, mit denen der EU-Migrations- und Asylpakt 2024 in französisches Recht umgesetzt wird. Drei gestaffelte Verordnungen sollen sicherstellen, dass das französische Mutterland und die Überseegebiete vor Inkrafttreten des Pakts am 12. Juni 2026 konform sind. Dies ebnet den Weg für neue Grenzkontrollregeln und aktualisierte Verfahren für Aufenthaltserlaubnisse.
Frankreich setzt biometrische EES-Registrierung an Kanalübergängen wegen Softwareproblemen aus
Frankreich hat den biometrischen Start des EU-Ein- und Ausreisesystems an den Kanalübergängen, der ursprünglich für den 10. April 2026 geplant war, aufgrund von Software- und Infrastrukturproblemen verschoben. Die manuelle Passkontrolle mit Stempel bleibt vorerst bestehen, wodurch Arbeitgeber weiterhin selbst die Einhaltung der 90/180-Tage-Regel überwachen müssen. Die kurze Verzögerung könnte sich bis zur Hauptsaison im Sommer ausweiten, falls die Probleme nicht bald behoben werden.
Streik der Flugverkehrskontrolle führt zu 40 % Flugausfällen an Pariser Flughäfen
Vor dem 48-stündigen Streik der Flugverkehrskontrolleure haben die französischen Behörden die Fluggesellschaften angewiesen, die Flüge im Großraum Paris um 40 % zu reduzieren. Multinationale Unternehmen müssen mit erheblichen Reisebeeinträchtigungen rechnen und sollten dringende Reisen priorisieren, Mitarbeiter umleiten und Verzögerungen für Versicherungs- und Einwanderungstermine dokumentieren.
Der französische Senat belebt das umstrittene Verbot der Eheschließung für undokumentierte Migranten wieder
Der französische Senat hat erneut ein Gesetz verabschiedet, das Ausländern ohne Aufenthaltsgenehmigung die Eheschließung in Frankreich verbieten würde. Damit geht der umstrittene Entwurf zurück an die Nationalversammlung. Kritiker sprechen von einer Verletzung der Bürgerrechte, während Mobilitätsexperten davor warnen, dass die Regelung unbeabsichtigt auch rechtmäßig arbeitende Personen treffen könnte, die während der Verlängerung ihrer Aufenthaltserlaubnis vorübergehend in einen unsicheren Status geraten.