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EU-Ein- und Ausreisesystem tritt in Endphase ein – doch französische Flughäfen und Fährgesellschaften fordern Schonfrist

Apr. 9, 2026
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EU-Ein- und Ausreisesystem tritt in Endphase ein – doch französische Flughäfen und Fährgesellschaften fordern Schonfrist
Das lange verzögerte EU-Ein- und Ausreisesystem (EES) wird am Freitag, den 10. April 2026, offiziell verpflichtend und beendet damit theoretisch das Stempeln von Pässen bei Drittstaatsangehörigen. Laut Business Travel News Europe erfassen bereits die meisten der 29 Schengen-Staaten mehr als 75 % der biometrischen Daten der Reisenden, doch Frankreich kämpft noch mit der technischen Umsetzung an seinen verkehrsreichsten Grenzübergängen. Der Flughafenbetreiber Aéroports de Paris und Fährunternehmen haben in Brüssel eine „flexible Aussetzung“ gefordert, um mehrstündige Warteschlangen in der Sommer-Hauptreisezeit zu vermeiden. Praktisch werden französische Häfen und der Eurotunnel das manuelle Stempeln für britische Passagiere beibehalten, bis die Kiosk-Software die Abnahmetests besteht – ähnlich wie Paris erst kürzlich an den Kanaltunnel-Terminals eine kurzfristige Pause eingelegt hat. Fluggesellschaften und Reiseveranstalter sehen sich daher mit einem Flickenteppich an Verfahren konfrontiert: Am Flughafen Charles-de-Gaulle werden Fingerabdrücke beim Abflug gescannt, während Reisende zwischen Dover und Calais noch einen Tintestempel erhalten könnten.

Warum das für Unternehmen wichtig ist:
1. Die erstmalige Registrierung im EES dauert etwa 70 Sekunden *pro Reisendem*; das verlängert die Abflugzeiten und kann enge Anschlussflüge in CDG oder Lyon gefährden.
2. Sobald die biometrischen Daten im System sind, läuft der 90/180-Tage-Zähler automatisch – die Personalabteilungen können sich nicht mehr auf fehlende Ausreisestempel berufen, um die Aufenthaltsdauer zu stoppen.
3. Ab April müssen Fluggesellschaften vor dem Boarding jeden Passagierdatensatz abfragen und ein neues Datenfeld in die PNR-Übermittlung einfügen; IT-Teams im Backoffice sollten prüfen, ob ihr GDS oder OBT diesen zusätzlichen Abruf unterstützt.

EU-Ein- und Ausreisesystem tritt in Endphase ein – doch französische Flughäfen und Fährgesellschaften fordern Schonfrist


Die Europäische Kommission erklärt, dass Mitgliedstaaten bei außergewöhnlichen Spitzenzeiten eine „teilweise oder vollständige“ Aussetzung des EES beantragen können, diese Ausnahmen müssen jedoch zeitlich begrenzt und öffentlich bekannt gemacht werden. Frankreich, Spanien und die Niederlande werden voraussichtlich während der Fußball-Europameisterschaft 2026 entsprechende Anträge stellen.

Empfohlene Maßnahmen:
Aktualisieren Sie die Reisehinweise und empfehlen Sie mindestens 30 Minuten zusätzliche Zeit für Grenzformalitäten bei Flügen von und nach Frankreich ab dem 10. April. Stellen Sie sicher, dass Schengen-Tagesrechner in Ihren Reise-Risikoplattformen EES-kompatibel sind, und erinnern Sie Vielpendler daran, dass das System *Kalendertage* und nicht Nächte zählt.
Quelle: Business Travel News Europe

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