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Lufthansa-Kabinenpersonalstreik führt zu Ausfall von 18 Flügen an Schweizer Flughäfen

Apr. 11, 2026
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Lufthansa-Kabinenpersonalstreik führt zu Ausfall von 18 Flügen an Schweizer Flughäfen
Ein 24-stündiger Streik der Lufthansa-Flugbegleiter hat sich auf die Schweiz ausgeweitet und am 10. April zur Streichung von 18 Flügen an den Flughäfen Zürich, Genf und Basel-Mülhausen geführt. Der von der UFO-Gewerkschaft in Frankfurt und München organisierte Ausstand wegen Tarifstreitigkeiten begann um Mitternacht und beeinträchtigte sofort den Zubringerverkehr, der Schweizer Passagiere und Geschäftsreisende mit dem Langstreckennetz der Lufthansa verbindet. Der Flughafen Zürich meldete sechs gestrichene Flüge auf der wichtigen Strecke Zürich–Frankfurt und warnte vor weiteren Verzögerungen, da Flugzeuge und Crews nicht am vorgesehenen Ort sind. In Genf fielen vier Lufthansa-Verbindungen aus, am EuroAirport Basel-Mülhausen wurden acht Flüge gestrichen, gleichmäßig verteilt auf Ankünfte und Abflüge. Swiss International Air Lines (SWISS) setzt auf den verbleibenden Verbindungen größere Airbus A321neo ein, um die Kapazität zu erhalten, und leitet einige Passagiere nach Frankfurt auf Züge im Rahmen des Bahn-Luft-Codeshares um. Reisebüros rieten ihren Kunden, die „Duty of Care“-Protokolle anzuwenden. Nach EU-Verordnung 261 haben Passagiere Anspruch auf Umbuchung oder Erstattung und in vielen Fällen auf Hotelunterbringung, doch Mobility-Manager weisen darauf hin, dass es an Streiktagen schwierig sein kann, kurzfristig Plätze nach Frankfurt zu bekommen. Sie empfehlen Reisenden mit zeitkritischen Terminen, alternative Routen über Wien, Paris CDG oder Amsterdam zu wählen oder Meetings online abzuhalten. Für Firmen-Mobilitätsplaner ist der Streik eine Mahnung an die Verwundbarkeit des europäischen Luftverkehrsnetzes – gerade jetzt, wo das neue EES an der Grenzkontrolle mehrere Minuten zusätzlich kostet. Eine Kombination aus Verspätungen, verpassten Anschlüssen und längeren Kontrollen kann eine Tagesreise schnell zu einer Übernachtung machen. Das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt beobachtet die Lage, erwartet aber keine gravierenden Sicherheitsprobleme. Sollten die Verhandlungen zwischen UFO und Lufthansa scheitern, könnten im April weitere Streiks folgen, was ein anhaltendes Risiko für die Schweizer-deutschen Flugverbindungen darstellt, auf die viele multinationale Unternehmen für Tagesreisen zwischen ihren Büros in Zürich oder Basel und den deutschen Hauptstandorten angewiesen sind.
Quelle: SWI swissinfo.ch

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