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Vierstündiger Streik der Flugverkehrskontrolle legt italienischen Luftraum lahm – Nur Schutzzeiten gewährleistet

Apr. 11, 2026
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Vierstündiger Streik der Flugverkehrskontrolle legt italienischen Luftraum lahm – Nur Schutzzeiten gewährleistet
Reisende, die heute nach Italien oder durch das Land unterwegs sind, müssen mit einer kurzen, aber intensiven Störung rechnen: Die Fluglotsen bei ENAV, dem staatlichen Anbieter, legen von 13:00 bis 17:00 Uhr Ortszeit landesweit die Arbeit nieder. Der Streik, unterstützt von den Gewerkschaften Uiltrasporti, UGL-TA, Astra und FAST-Confsal-Av, betrifft auch Techniker der Tochtergesellschaft Techno Sky sowie Sicherheitspersonal am Flughafen Rom-Fiumicino. Die Gewerkschaften beklagen eine stark gestiegene Arbeitsbelastung seit der Erholung des Verkehrs nach der Pandemie, während die Gehaltsverhandlungen ins Stocken geraten sind. Nach italienischem Recht muss ein Mindestbetrieb aufrechterhalten werden. Die Luftfahrtbehörde ENAC hat zwei „Schutzzeiten“ festgelegt: 07:00–10:00 Uhr und 18:00–21:00 Uhr, in denen alle geplanten Flüge stattfinden müssen. Medizinische, Notfall-, Inselanbindungs- und Staatsflüge sind den ganzen Tag über ausgenommen. Die Fluggesellschaften haben Frequenzen reduziert und gebührenfreie Umbuchungen angeboten, dennoch sind Ausfälle besonders während des Streikzeitraums und in der anschließenden Erholungsphase wahrscheinlich. Die Flughäfen Rom-Fiumicino, Mailand-Malpensa, Mailand-Linate, Neapel-Capodichino und Venedig-Marco Polo sind am stärksten betroffen, da sie die Bereichskontrollzentren beherbergen, die Überflüge sowie Starts und Landungen koordinieren. Die Flughafenbetreiber warnen, dass sich Verzögerungen bis in den Abend und die Feiertagsreisewelle hineinziehen könnten. Passagiere werden geraten, frühzeitig anzureisen, Flüssigkeiten und Elektronik aus dem Handgepäck zu nehmen, um die Sicherheitskontrolle zu beschleunigen, und die Apps der Airlines auf Gate-Änderungen zu überwachen. Für Firmenmobilitätsmanager ist das Timing ungünstig: Der Streik fällt mit dem ersten Tag der vollständigen biometrischen Kontrollen im Rahmen des EU-Ein- und Ausreisesystems zusammen, was längere Grenzwartezeiten bedeutet, während die Abflugtafeln sich leeren. Unternehmen mit zeitkritischen Sendungen sollten bis zur Stabilisierung der Flugpläne am Wochenende auf Lkw- oder Bahntransporte innerhalb der EU-Zollunion ausweichen. Arbeitsmarktexperten weisen darauf hin, dass dies der Auftakt einer Reihe von Verkehrsstreiks im Frühjahr ist. Die Eisenbahnergewerkschaften haben bereits einen 24-stündigen Streik für den 18. April angekündigt, und Hafenarbeiter drohen im Mai mit einem Arbeitskampf, falls kein neuer nationaler Tarifvertrag zustande kommt. Geschäftsreisende sollten Pufferzeiten einplanen und vorerst flexible Unterkunftsmöglichkeiten bereithalten.
Quelle: L'Unione Sarda

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