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Studie eines Think-Tanks zeigt: Einbürgerungen verändern die demografische Landkarte der Schweiz

Apr. 11, 2026
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Studie eines Think-Tanks zeigt: Einbürgerungen verändern die demografische Landkarte der Schweiz
Ein neuer Bericht des liberalen Think-Tanks Avenir Suisse, veröffentlicht am 10. April, berechnet, dass zwischen 2000 und 2025 fast eine Million ausländische Einwohner die Schweizer Staatsbürgerschaft erworben haben – das entspricht mehr als einem Zehntel der heutigen Bevölkerung. Die Analyse, veröffentlicht von The Local, argumentiert, dass ohne diesen stetigen Strom an Einbürgerungen der Anteil der ausländischen Bevölkerung bei fast 40 Prozent liegen würde, statt der aktuellen 27 Prozent.

Die Ergebnisse erscheinen vor dem emotional aufgeladenen Abstimmungskampf zum Referendum am 14. Juni über die Volksinitiative der Schweizerischen Volkspartei „Nein zu einer 10-Millionen-Schweiz“, die das Bevölkerungswachstum begrenzen will. Befürworter warnen, dass hohe Zuwanderung die Infrastruktur überlastet; Gegner hingegen warnen, eine Obergrenze würde das Wirtschaftswachstum lähmen und gegen die Freizügigkeitsabkommen der EU verstoßen.

Studie eines Think-Tanks zeigt: Einbürgerungen verändern die demografische Landkarte der Schweiz


Avenir Suisse weist darauf hin, dass Einbürgerungen die statistische Trennung zwischen „Schweizern“ und „Ausländern“ verwischen, was das wahre Ausmaß der Zuwanderung verschleiert, aber gleichzeitig den Erfolg der Integration unterstreicht. Jährlich werden etwa 40.000 Personen eingebürgert, was jedoch nur 2-3 Prozent der berechtigten Ausländer entspricht – deutlich weniger als in Kanada oder den USA.

Für Manager im Bereich globale Mobilität können steigende Einbürgerungszahlen die Einhaltung von Vorschriften erleichtern. Mitarbeitende, die von einer EU- oder Drittstaaten-Staatsangehörigkeit zur Schweizer Staatsbürgerschaft wechseln, benötigen keine Arbeitserlaubnisverlängerungen mehr, was den administrativen Aufwand reduziert. Allerdings warnen kantonale Integrationsstellen, dass sich die Wartezeiten für Sprachtest-Termine verlängern könnten, falls mehr Bewohner vor möglichen Gesetzesänderungen Anträge stellen.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die demografische Zukunft der Schweiz weniger von der Zuwanderung abhängt als davon, wie viele langfristige Bewohner den Schritt zur vollen staatsbürgerlichen Teilhabe machen – eine Nuance, die die Debatte um das Referendum in den kommenden Wochen entscheidend prägen könnte.
Quelle: The Local Switzerland

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