
Ausländische Einwohner könnten bald deutlich weniger Zeit im administrativen Stillstand verbringen. In einem Interview mit Le Figaro und einer ausführlichen Berichterstattung von The Local am 13. April stellte Innenminister Laurent Nuñez einen „massiven Plan“ vor, der die durchschnittliche Bearbeitungszeit für die Erneuerung einer Aufenthaltskarte von 117 auf 55 Tage halbieren soll. Dieser Schritt folgt auf zunehmenden Druck von Wirtschaftsverbänden, Universitäten und dem Défenseur des droits, die alle betonen, dass übermäßige Verzögerungen Arbeitsverträge und akademische Zeitpläne gefährden.
Die Strategie basiert auf drei Säulen: Erstens werden die Präfekturen 500 Vertragsmitarbeiter einstellen – eine Personalaufstockung von etwa 20 % –, um Akten zu sichten und einfache Verlängerungen zu bearbeiten. Zweitens werden die Dokumentenlisten vereinfacht, um den endlosen Schriftverkehr zu reduzieren, der das ANEF-Portal verstopft. Drittens werden digitale Empfangsbestätigungen (récépissés) mit einer Gültigkeit von bis zu 12 Monaten automatisch ausgestellt, sodass Antragsteller ihren legalen Status behalten, selbst wenn die Präfektur in Verzug gerät.
Die Wartezeitstatistiken zeigen deutliche regionale Unterschiede: Während Loire-Atlantique Verlängerungen in nur zwei Wochen bearbeitet, liegt der Durchschnitt in Seine-Saint-Denis bei 145 Tagen. Ein Drittel der Präfekturen überschreitet die Vier-Monats-Marke. Unternehmen, die Mitarbeiter in die Region Paris oder an die Côte d’Azur versetzen, sollten daher weiterhin so früh wie möglich – meist drei bis vier Monate vor Ablauf – Anträge stellen und Reisende darauf hinweisen, sowohl ihre abgelaufene Karte als auch den récépissé bei Grenzübertritten mitzuführen.
Branchenverbände wie die American Chamber of Commerce in France begrüßen die Zielvorgaben, warnen jedoch, dass der Erfolg von einer nachhaltigen Finanzierung und nutzerfreundlichen IT-Lösungen abhängt. Wird das Ziel von 55 Tagen erreicht, würde Frankreich die Bearbeitungszeiten in Deutschland und den Niederlanden weitgehend angleichen und damit seine Wettbewerbsfähigkeit für internationale Talente vor dem Steuerreformzyklus 2027 stärken.
Die Strategie basiert auf drei Säulen: Erstens werden die Präfekturen 500 Vertragsmitarbeiter einstellen – eine Personalaufstockung von etwa 20 % –, um Akten zu sichten und einfache Verlängerungen zu bearbeiten. Zweitens werden die Dokumentenlisten vereinfacht, um den endlosen Schriftverkehr zu reduzieren, der das ANEF-Portal verstopft. Drittens werden digitale Empfangsbestätigungen (récépissés) mit einer Gültigkeit von bis zu 12 Monaten automatisch ausgestellt, sodass Antragsteller ihren legalen Status behalten, selbst wenn die Präfektur in Verzug gerät.
Die Wartezeitstatistiken zeigen deutliche regionale Unterschiede: Während Loire-Atlantique Verlängerungen in nur zwei Wochen bearbeitet, liegt der Durchschnitt in Seine-Saint-Denis bei 145 Tagen. Ein Drittel der Präfekturen überschreitet die Vier-Monats-Marke. Unternehmen, die Mitarbeiter in die Region Paris oder an die Côte d’Azur versetzen, sollten daher weiterhin so früh wie möglich – meist drei bis vier Monate vor Ablauf – Anträge stellen und Reisende darauf hinweisen, sowohl ihre abgelaufene Karte als auch den récépissé bei Grenzübertritten mitzuführen.
Branchenverbände wie die American Chamber of Commerce in France begrüßen die Zielvorgaben, warnen jedoch, dass der Erfolg von einer nachhaltigen Finanzierung und nutzerfreundlichen IT-Lösungen abhängt. Wird das Ziel von 55 Tagen erreicht, würde Frankreich die Bearbeitungszeiten in Deutschland und den Niederlanden weitgehend angleichen und damit seine Wettbewerbsfähigkeit für internationale Talente vor dem Steuerreformzyklus 2027 stärken.
Quelle: The Local France
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