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Ägypten und Frankreich vertiefen Partnerschaft für legale Migrationswege

Apr. 11, 2026
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Ägypten und Frankreich vertiefen Partnerschaft für legale Migrationswege
Hochrangige Vertreter aus Ägypten und Frankreich beendeten am 9. April in Paris eine zweitägige Runde strategischer Migrationsgespräche, die einen Wandel von reaktiver Grenzkontrolle hin zu proaktiver Talentmobilität markieren. Unter der Leitung von Botschafter Wael Hamed für Kairo und Patrick Stefanini für Paris einigten sich die Delegationen darauf, einen bilateralen Rahmen zu entwickeln, der ägyptische technische Absolventen mit Arbeitskräftemangel in den französischen Branchen Bauwesen, Gastgewerbe und Gesundheitswesen zusammenbringt. Das Programm orientiert sich am bestehenden französischen Talent-Pass, soll jedoch arabischsprachige Unterstützung und beschleunigte Visavergaben beim französischen Konsulat in Kairo umfassen.

Über legale Wege hinaus verpflichteten sich beide Seiten, gemeinsame Patrouillen im östlichen Mittelmeer zu intensivieren, um Schmuggelnetzwerke zu zerschlagen, die Migranten über Libyen und Italien nach Frankreich bringen. Vertreter des französischen Innenministeriums erklärten, dass Datenabkommen Echtzeit-Abgleiche von Fingerabdrücken ermöglichen, die von Booten vor der ägyptischen Nordküste genommen werden, mit der französischen EES-Datenbank, um wiederholte irreguläre Migranten zu identifizieren.

Ägypten und Frankreich vertiefen Partnerschaft für legale Migrationswege


Auch Entwicklungshilfe spielte eine Rolle: Paris kündigte 60 Millionen Euro für Berufsbildungszentren in Alexandria und Ismailia an, um vor Ort Perspektiven zu schaffen und so die Motivation für gefährliche Überfahrten zu verringern. Die Mittel werden über die Französische Entwicklungsagentur (AFD) bereitgestellt und sind Teil der EU-Initiative Global Gateway für Infrastrukturinvestitionen.

Für französische Arbeitgeber ist der greifbarste Vorteil eine Pipeline vorqualifizierter Arbeitskräfte, die bereits vor der Wintersaison 2026/27 in der Tourismusbranche eingesetzt werden können. Mobilitätsmanager sollten beachten, dass die Rekrutierten Vierjahres-Multi-Entry-Arbeitsvisa erhalten, die an bestimmte Branchen, aber nicht an einen einzelnen Arbeitgeber gebunden sind – was die Flexibilität bei regionalen Einsätzen erhöht.

Die nächste Gesprächsrunde ist für November in Kairo geplant, bis dahin wollen beide Regierungen eine Pilotquote von 5.000 Visa festlegen. Unternehmen in Frankreich, die mit Fachkräftemangel zu kämpfen haben – insbesondere in touristischen Zentren wie der Côte d’Azur und Skigebieten – sollten frühzeitig ihr Interesse bei der Generaldirektion für Ausländer in Frankreich (DGEF) anmelden.
Quelle: Egypt Today

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