
Weniger als 72 Stunden, nachdem die Europäische Union endlich den Startschuss für ihr biometrisches Ein- und Ausreisesystem (EES) im Wert von 1,3 Milliarden Euro gegeben hat, sind die wichtigsten internationalen Drehkreuze Frankreichs zum Sinnbild für alles geworden, was schiefgehen kann, wenn ein großes Grenztechnologieprojekt auf die Hauptreisezeit trifft. An den Flughäfen Paris-Charles-de-Gaulle und Orly stürzten die automatisierten Kioske am Wochenende des 11. und 12. April wiederholt ab, sodass die Beamten der Polizei aux Frontières auf die manuelle Passstempelung zurückgreifen mussten – genau das Verfahren, das das EES eigentlich überflüssig machen sollte. Ähnliche Szenen wurden auf der Eurostar-Strecke London–Paris und am Eurotunnel-Terminal in Folkestone gemeldet, wo einige Passagiere bis zu drei Stunden warteten, nur um ihren Zug ohne sie abfahren zu sehen. Airlines for Europe (A4E) und ACI Europe veröffentlichten am 14. April eine ungewöhnlich deutliche gemeinsame Erklärung, in der sie die Einführung als „systemisches Versagen“ bezeichneten und die Europäische Kommission aufforderten, eine „vollständige oder teilweise Aussetzung“ des EES bis zum Ende des Sommers zu genehmigen.
Im Rahmen des EES muss jeder Nicht-EU-Reisende bei der ersten Einreise in den Schengen-Raum nach dem 10. April vier Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto abgeben. Diese Daten werden bei jeder weiteren Ein- und Ausreise abgeglichen und überwachen automatisch die 90/180-Tage-Aufenthaltsregel. Die Fluggesellschaften hatten monatelang gewarnt, dass die Registrierung zu Engpässen führen würde, sofern die Mitgliedstaaten nicht hunderte zusätzliche Kioske installieren oder eine Vorregistrierung außerhalb der Flughäfen erlauben. Für Frankreich stehen besonders viel auf dem Spiel: Mit den Olympischen Sommerspielen, die am 24. Juli in Paris eröffnet werden, stehen die Flughäfen bereits jetzt unter enormem Druck, eine reibungslose Abfertigung von Millionen Besuchern, Athleten und Medienvertretern zu gewährleisten. Die Groupe ADP, Betreiber der Pariser Flughäfen, hatte in Brüssel vergeblich eine weitere Verschiebung bis Herbst 2026 gefordert. Stattdessen sortieren die Mitarbeiter nun die Reisenden: Die biometrische Erfassung wird abgeschaltet, sobald die Warteschlangen 45 Minuten überschreiten, und die manuelle Stempelung ist stillschweigend zurückgekehrt.
Geschäftsreisende sollten ihren Mitarbeitern und Vielfliegern raten, mindestens vier Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, darauf zu achten, dass ihre Pässe maschinenlesbar sind, und geduldig zu bleiben, falls sie nach einem Neustart der Kioske erneut registriert werden müssen. Unternehmen, die diesen Sommer Talente nach Frankreich entsenden, sollten zudem mit verpassten Anschlussverbindungen, Hotelkosten und Zeitpuffern rechnen, bis sich das neue System stabilisiert hat.
Im Rahmen des EES muss jeder Nicht-EU-Reisende bei der ersten Einreise in den Schengen-Raum nach dem 10. April vier Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto abgeben. Diese Daten werden bei jeder weiteren Ein- und Ausreise abgeglichen und überwachen automatisch die 90/180-Tage-Aufenthaltsregel. Die Fluggesellschaften hatten monatelang gewarnt, dass die Registrierung zu Engpässen führen würde, sofern die Mitgliedstaaten nicht hunderte zusätzliche Kioske installieren oder eine Vorregistrierung außerhalb der Flughäfen erlauben. Für Frankreich stehen besonders viel auf dem Spiel: Mit den Olympischen Sommerspielen, die am 24. Juli in Paris eröffnet werden, stehen die Flughäfen bereits jetzt unter enormem Druck, eine reibungslose Abfertigung von Millionen Besuchern, Athleten und Medienvertretern zu gewährleisten. Die Groupe ADP, Betreiber der Pariser Flughäfen, hatte in Brüssel vergeblich eine weitere Verschiebung bis Herbst 2026 gefordert. Stattdessen sortieren die Mitarbeiter nun die Reisenden: Die biometrische Erfassung wird abgeschaltet, sobald die Warteschlangen 45 Minuten überschreiten, und die manuelle Stempelung ist stillschweigend zurückgekehrt.
Geschäftsreisende sollten ihren Mitarbeitern und Vielfliegern raten, mindestens vier Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, darauf zu achten, dass ihre Pässe maschinenlesbar sind, und geduldig zu bleiben, falls sie nach einem Neustart der Kioske erneut registriert werden müssen. Unternehmen, die diesen Sommer Talente nach Frankreich entsenden, sollten zudem mit verpassten Anschlussverbindungen, Hotelkosten und Zeitpuffern rechnen, bis sich das neue System stabilisiert hat.
Quelle: Euronews
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