
Der Dubai International Airport (DXB) empfing die Passagiere am 16. April vergleichsweise ruhig, obwohl die Nachwirkungen der Luftverkehrsstörungen vom Vortag weiterhin das Luftfahrtsystem der VAE beeinträchtigen. Laut dem in Dubai ansässigen Reiseblog TravelPirates wurden am 15. April insgesamt 124 Flüge verspätet und 22 gestrichen, hauptsächlich aufgrund nächtlicher Luftraumsperrungen über Iran und Irak, die lange Umleitungen und Störungen bei den Crew-Planungen verursachten. Die Folgen sind weiterhin spürbar: Emirates, flydubai und Air Arabia fliegen mit reduzierten Flugplänen – bei Emirates etwa mit rund 70 Prozent der üblichen Kapazität – und die Warteschlangen bei der Einwanderung erreichten am Mittwochmorgen Spitzenzeiten von bis zu 90 Minuten. Hotels in der Nähe des Flughafens meldeten einen Anstieg der Buchungen am selben Tag um 35 Prozent, da Fluggesellschaften Unterkünfte für gestrandete Passagiere bereitstellten. Reisende werden dringend gebeten, ihre Flugdaten vor Abreise direkt bei der Fluggesellschaft zu bestätigen und die Airline-Apps für Echtzeit-Umbuchungen herunterzuladen. Die Bundesbehörde für Identität, Staatsbürgerschaft, Zoll und Hafen-Sicherheit (ICP) der VAE erinnert Besucher daran, dass Bußgelder für Visa-Überschreitungen – 50 AED (ca. 14 US-Dollar) pro Tag – sofort nach Ablauf des Visums wieder anfallen, unabhängig von Flugstörungen. Passagiere mit bald ablaufendem Visum sollten eine Flugverspätungsbescheinigung einholen und ein ICP-Servicezentrum aufsuchen, um eine Notfallverlängerung oder Gebührenbefreiung zu beantragen. Während europäische Fluggesellschaften wie British Airways, Lufthansa und Air France bis mindestens 31. Mai aufgrund einer EASA-Warnung für Konfliktzonen weiterhin ausgesetzt sind, positionieren sich die Fluggesellschaften der VAE als wichtige Verbindungsbrücken. Emirates fliegt rund 125 Ziele an und bietet kostenlose Umbuchungen oder Rückerstattungen für Tickets, die vor dem 28. Februar ausgestellt wurden; flydubai hält über 70 tägliche Abflüge aufrecht, und Etihad sowie Air Arabia operieren normal von ihren jeweiligen Drehkreuzen. Branchenexperten sehen in den Störungen sowohl die Widerstandsfähigkeit als auch die Verwundbarkeit des Hub-and-Spoke-Systems der VAE. „Mit mehr als 8.000 Crew-Rotationen pro Tag kann schon eine zweistündige regionale Luftraumsperrung bis zu 48 Stunden Nachwirkungen haben“, erklärt Luftfahrtexperte John Strickland. Geschäftsreisemanager raten Führungskräften, die in die VAE reisen, einen 24-Stunden-Puffer in ihre Reisepläne einzubauen und digitale Kopien der Anschlussflugtickets für die Einwanderung bereit zu halten. Die Lage wird sich voraussichtlich stabilisieren, sobald die Überfluggenehmigungen für die irakischen und iranischen Korridore wieder normalisiert sind, ein genauer Zeitplan steht jedoch noch aus. Für den Moment sind vorsichtiger Optimismus und ständiges Aktualisieren des Flugstatus angesagt.
Quelle: TravelPirates