
Die schottische Einwanderungsberatung Five Star International veröffentlichte am Montag eine aktualisierte Kundeninformation zur schrittweisen Ausweitung des Electronic Travel Authorisation (ETA)-Programms im Vereinigten Königreich. Während das Innenministerium seine Hinweise nur in Form von Änderungsmitteilungen veröffentlicht hat, verdeutlicht die Analyse des Unternehmens, dass ab April 2026 nahezu alle visumfreien Staatsangehörigen – von Amerikanern und Singapurern bis hin zu EU-Bürgern – eine Reisegenehmigung für Kurzaufenthalte oder kreative Tätigkeiten vor der Reise benötigen. Die jüngste Mitteilung nennt Ablehnungsgründe, die denen einer regulären Visumsprüfung entsprechen: Kriminalität, unbezahlte NHS-Schulden und frühere Verstöße gegen Einwanderungsbestimmungen können zur Ablehnung einer ETA führen, obwohl der Antragsteller bisher visumfrei hätte einreisen dürfen. Mit 10 Pfund pro Antrag (indexiert und voraussichtlich steigend) stellt das Programm für Touristen eine moderate Zusatzkosten dar, für Reiseverantwortliche in Unternehmen mit hohem Pendleraufkommen aus europäischen Tochtergesellschaften jedoch einen erheblichen administrativen Mehraufwand. Personalabteilungen sollten ihre globalen Mobilitätsrichtlinien aktualisieren und die ETA-Anforderungen neben den bestehenden Arbeitsgenehmigungsprüfungen berücksichtigen. Arbeitgeber, die kurzfristig kreative Fachkräfte – Filmteams, Musiker und Digitalmedien-Experten – beschäftigen, müssen sicherstellen, dass diese neben temporären Arbeitserlaubnissen auch eine ETA erhalten. Andernfalls droht die Verweigerung des Boardings oder der Einreise, was Projektpläne gefährden kann. Die Beratung betont zudem, dass eine ETA-Ablehnung kein generelles Einreiseverbot bedeutet; Antragsteller können weiterhin ein reguläres Visum beantragen. Ein kurzfristiger Wechsel kann jedoch Wochen dauern, weshalb eine frühzeitige Prüfung unerlässlich ist. Five Star International empfiehlt großen Unternehmen, ETA-Erinnerungen in Online-Buchungssysteme zu integrieren und die Mitarbeiter über die API der Regierung in größeren Mengen zu prüfen, sobald diese kommerziell verfügbar ist. Da die EU die Einführung ihres eigenen €7-ETIAS-Systems vorbereitet, stehen viele britische Firmen vor einer doppelten Genehmigungspflicht: Ausreisende benötigen ETIAS für Europa, während einreisende Kollegen aus europäischen Büros die britische ETA brauchen – was die Vorbereitungen für Geschäftsreisen im Jahr 2026 deutlich aufwändiger macht.
Quelle: Five Star International