
Nur wenige Stunden nachdem das Innenministerium seine Abschiebestatistiken für das erste Quartal veröffentlicht hatte, hielt ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti am 27. April eine Pressekonferenz, in der er die Zahlen als politischen Erfolg präsentierte. „Jeden Tag verlassen vierzig Personen, die kein Aufenthaltsrecht haben, Österreich“, sagte er und stellte die Bilanz der Regierungspartei der der rechtsextremen FPÖ gegenüber. Marchetti schrieb Innenminister Gerhard Karner „unerschütterlichen Willen“ zu, der mehr Abschiebungen als neue Asylbewilligungen ermöglicht habe, und stärkte damit das law-and-order-Profil der ÖVP vor den Landtagswahlen. Gleichzeitig versuchte er, die Forderungen des FPÖ-Chefs Herbert Kickl nach massenhafter „Remigration“ zu entkräften und warf der Opposition vor, keinen praktikablen Plan zu haben.
Diese politische Botschaft ist für Manager der Unternehmensmobilität von Bedeutung, da sie auf eine weitere Betonung der Durchsetzung statt auf die Ausweitung legaler Migrationswege hinweist. Akteure im österreichischen Technologiesektor, die bereits für eine vereinfachte Rot-Weiß-Rot-Karte lobbyieren, befürchten, dass der öffentliche Fokus auf Abschiebungen Lösungen für den Fachkräftemangel in den Hintergrund drängen könnte. Analysten weisen darauf hin, dass die medienwirksame Abschiebungsrhetorik das Arbeitgeberimage Österreichs bei international mobilen Talenten beeinträchtigen kann – zumal das Nachbarland Deutschland die Regeln für Fachkräfte lockert. Personalberater empfehlen daher, Kandidatenbriefings anzupassen, um auf die mediale Berichterstattung einzugehen und Entsandte über legitime Aufenthaltsmöglichkeiten zu informieren.
Da im nächsten Jahr Parlamentswahlen anstehen, rechnen Beobachter damit, dass Abschiebestatistiken weiterhin ein zentrales Thema bleiben und sowohl die Politik als auch die Wahrnehmung des österreichischen Einwanderungsumfelds prägen werden.
Diese politische Botschaft ist für Manager der Unternehmensmobilität von Bedeutung, da sie auf eine weitere Betonung der Durchsetzung statt auf die Ausweitung legaler Migrationswege hinweist. Akteure im österreichischen Technologiesektor, die bereits für eine vereinfachte Rot-Weiß-Rot-Karte lobbyieren, befürchten, dass der öffentliche Fokus auf Abschiebungen Lösungen für den Fachkräftemangel in den Hintergrund drängen könnte. Analysten weisen darauf hin, dass die medienwirksame Abschiebungsrhetorik das Arbeitgeberimage Österreichs bei international mobilen Talenten beeinträchtigen kann – zumal das Nachbarland Deutschland die Regeln für Fachkräfte lockert. Personalberater empfehlen daher, Kandidatenbriefings anzupassen, um auf die mediale Berichterstattung einzugehen und Entsandte über legitime Aufenthaltsmöglichkeiten zu informieren.
Da im nächsten Jahr Parlamentswahlen anstehen, rechnen Beobachter damit, dass Abschiebestatistiken weiterhin ein zentrales Thema bleiben und sowohl die Politik als auch die Wahrnehmung des österreichischen Einwanderungsumfelds prägen werden.
Quelle: APA-OTS press release