
Ein ausführliches Branchenbriefing, veröffentlicht am 6. Mai von der Migrationsberatungsplattform ApplyOn, analysiert, wie das vierstufige Einladungssystem Australiens – eingeführt für das Programmjahr 2025-26 – die Chancen auf eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für IT-Fachkräfte verändert. Die meisten gängigen IT-Berufe (Softwareentwickler, Systemanalysten) sind nun in Stufe 4, der niedrigsten Einladungskategorie, eingestuft und unterliegen strengen „Berufskontingenten“. Punktzahlen, die früher eine Einladung sicherstellten – 85 bis 90 Punkte – gelten heute als durchschnittlich, viele Bewerber warten über 18 Monate auf eine Einladung zur Subclass-189. Im Gegensatz dazu können Cybersicherheitsspezialisten und hochbezahlte Senior-Architekten neue Schnellverfahren im Rahmen der „Specialist Skills“-Programme mit einer Bearbeitungszeit von sieben Tagen nutzen. Das Papier empfiehlt Arbeitgebern, verstärkt auf arbeitgebersponserte Wege wie Subclass 482/186 oder regionale Subclass-491-Nominierungen zu setzen, und rät IT-Fachkräften im Ausland, australische Studienprogramme zu absolvieren oder sich auf echte Engpassberufe zu spezialisieren. Für Mobility-Teams in Unternehmen ist die Botschaft klar: Die ausschließliche Fokussierung auf das unabhängige Fachkräfte-Visum wird zunehmend riskant; der Aufbau von Sponsoring-Kompetenzen oder die gezielte Ansprache spezieller IT-Berufe ist jetzt entscheidend, um den Personalbedarf zu decken.
Quelle: ApplyOn