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Durchgesickerter Fahrplan zeigt: Opposition peilt Obergrenze von 150.000 bis 200.000 bei Nettozuwanderung an

Mai 7, 2026
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Durchgesickerter Fahrplan zeigt: Opposition peilt Obergrenze von 150.000 bis 200.000 bei Nettozuwanderung an
Ein vertrauliches Politikdokument, das The Guardian vorliegt, zeigt, dass die australische Bundeskoalition eine drastische Kürzung der jährlichen Netto-Auslandszuwanderung erwägt – mit einer Reduzierung auf zwischen 150.000 und 200.000 Personen. Das entspricht fast einer Halbierung gegenüber den 306.000 im Haushaltsjahr 2024-25 verzeichneten Zahlen. Oppositionsführer Angus Taylor hat eine Arbeitsgruppe für Migration beauftragt, darzulegen, wie diese Obergrenze erreicht werden kann, ohne das Wirtschaftswachstum zu gefährden oder den Fachkräftemangel zu verschärfen. Zu den diskutierten Maßnahmen gehören strengere Arbeitsmarktprüfungen bei Arbeitgebersponsorships, höhere Anforderungen an Englischkenntnisse sowie eine Überarbeitung des Punktesystems, das Bewerber aus „gleichgesinnten liberalen Demokratien“ bevorzugt. Wirtschaftsverbände reagieren vorsichtig: Die Australian Industry Group warnt, dass eine Halbierung der Migration die chronischen Engpässe in Bau, Gesundheitswesen und Hightech-Fertigung verschärfen könnte – Branchen, die bereits unter Lohndruck und Projektverzögerungen leiden. Wohnungsbefürworter hingegen sehen in einer geringeren Zuwanderung die Chance, das Angebot aufzuholen und so die Rekordinflation bei Mieten in Australien zu dämpfen. Für Mobilitätsplaner ist das Leck ein Frühindikator: Sollte die Koalition die nächste Wahl gewinnen – möglicherweise bereits Ende 2026 – könnten die Quoten für arbeitgebersponserte Visa deutlich verschärft werden. Unternehmen sollten daher ihre Nominierungsprozesse beschleunigen und, wo möglich, Anträge auf Daueraufenthalt nach den aktuellen Regeln einreichen. Kurzfristig wird die Regierung Albanese wahrscheinlich nicht die harte Linie der Opposition übernehmen, doch es zeichnet sich ein politischer Konsens für niedrigere Gesamtzahlen ab. Mobilitätsprogramme sollten Szenarien mit reduzierten Visazuteilungen einplanen und Notfallbudgets für Inlandsrekrutierung und Remote-Arbeitsplätze bereitstellen.
Quelle: The Guardian

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