Der Bundesrat passt das Schweizer Recht an den überarbeiteten Schengen-Grenzkodex an
Schweiz führt für G7-Gipfel im Juni wieder Grenzkontrollen zu Frankreich ein
Bern legt Starttermin für Interoperabilitätsverordnung der Schengen-/Dublin-Systeme auf den 12. Juni fest
Neueste Nachrichten
Schweiz passt sich dem überarbeiteten Schengen-Grenzkodex an und aktualisiert Visa- sowie Migrationsverordnungen
Der Bundesrat hat vier Verordnungsänderungen verabschiedet, um den überarbeiteten Schengen-Grenzkodex der EU in Schweizer Recht umzusetzen. Ab dem 12. Juni 2026 regeln die neuen Bestimmungen klar, unter welchen Bedingungen die Schweiz wieder Kontrollen an den Binnengrenzen einführen darf, verpflichten Fluggesellschaften zu neuen Gesundheitsdokumenten und verlangen detaillierte Statistiken zu Überstellungen irregulärer Migranten. Unternehmen sollten ihre Reisehinweise aktualisieren und sicherstellen, dass Fluggesellschaften die neuen Compliance-Anforderungen erfüllen können.
Bern führt vor dem G7-Gipfel im Juni in Évian wieder Grenzkontrollen zu Frankreich ein
Die Schweiz wird vom 10. bis 19. Juni 2026 vorübergehend Grenzkontrollen zu Frankreich wiedereinführen, um den nahegelegenen G7-Gipfel in Évian abzusichern. Diese Maßnahme ermöglicht den Behörden, Ausweiskontrollen durchzuführen und Grenzübergänge zu schließen, was Pendler, Frachtverkehr und Geschäftsreisende in der Region Genfersee betrifft.
Bundesrat legt Starttermin für Interoperabilität der Schengen-Dublin-Datenbanken auf den 12. Juni fest
Die Schweiz wird sich am 12. Juni 2026 mit der neuen interoperablen Grenzsicherheitsplattform der EU verbinden, die eine einheitliche Suche in Visa-, Ein- und Ausreisekontroll- sowie Polizeidatenbanken ermöglicht. Schnellere Kontrollen versprechen kürzere Wartezeiten und eine verbesserte Betrugserkennung, doch Arbeitgeber müssen die Datenqualität sicherstellen, da Fehler nun in allen Systemen weitergegeben werden.
Neue Sicherheitsvorschriften für Bundesasylzentren treten am 1. Juni 2026 in Kraft
Die Schweiz wird am 1. Juni 2026 überarbeitete Sicherheitsbestimmungen für ihre bundesweiten Asylzentren in Kraft setzen. Die neuen Regelungen präzisieren die Befugnisse des SEM, formalisieren Disziplinarmaßnahmen und setzen Empfehlungen des Oberholzer-Berichts um. Ziel ist es, sowohl das Personal als auch die Bewohner zu schützen und gleichzeitig die Grundrechte zu wahren.
Parlamentarisches Gremium: Schweizer EU-Institutionsabkommen könnte Verfassungsänderung erfordern
Ein wichtiges Komitee des Schweizer Ständerats erklärt, dass der Entwurf des institutionellen Abkommens mit der EU eine Verfassungsänderung erfordern würde, was die politischen Hürden erhöht. Dieser Schritt könnte eine Einigung verzögern oder sogar verhindern, die eigentlich darauf abzielt, den Marktzugang und die Freizügigkeitsregeln zu stabilisieren. Unternehmen müssten sich somit weiterhin mit anhaltender grenzüberschreitender Unsicherheit auseinandersetzen.