
Die finnische Regierung bereitet ein Paket von Gesetzesänderungen vor, das den finanziellen Nachweis für Nicht-EU/EEA-Studierende bei der Beantragung oder Verlängerung von studienbasierten Aufenthaltserlaubnissen verschärfen und formale Sprachkenntnisanforderungen einführen soll. Laut Berichten des öffentlich-rechtlichen Senders Yle, die am 7. Mai von der Anadolu Agentur aufgegriffen wurden, haben Behörden 40.000 Anträge auf Studentenvisa aus den Jahren 2023 bis 2025 geprüft und etwa 300 Fälle entdeckt, in denen Grundsicherung beantragt wurde – ein Hinweis darauf, dass einige Studierende ohne ausreichende finanzielle Mittel anreisen.
Dem Entwurf zufolge soll die nationale Sozialbehörde Kela ihre Daten mit Migri teilen, sodass Sachbearbeiter überprüfen können, ob ein Studierender Sozialleistungen bezogen hat. In solchen Fällen könnte die Aufenthaltserlaubnis bei der Verlängerung verweigert oder widerrufen werden. Parallel dazu ist geplant, Mindestanforderungen an die Finnisch- oder Schwedischkenntnisse (voraussichtlich Niveau A2 des GER) für Studiengänge in diesen Sprachen festzulegen, um sicherzustellen, dass die Studierenden ihr Studium realistisch abschließen können.
Arbeitsminister Matias Marttinen bezeichnete die Maßnahmen als Schutz vor „verletzlichen Situationen“ und Studienabbrüchen. Die Universitäten reagieren zurückhaltend: Die Universität Helsinki warnt, dass plötzliche Regeländerungen die Attraktivität Finnlands auf dem globalen Bildungsmarkt beeinträchtigen könnten, wo das Land mit den Niederlanden und Deutschland um gebührenzahlende Masterstudierende konkurriert. Die Studierendenvertretung SYL akzeptiert zwar strengere Sprachvorgaben, hält es aber für „unverhältnismäßig“, Studierende zu bestrafen, die vorübergehend in finanzielle Schwierigkeiten geraten, zumal die Lebenshaltungskosten in den Metropolregionen stark steigen.
Für Teams, die sich mit globaler Mobilität und Absolventenrekrutierung beschäftigen, besteht das größte Risiko in der Bindung der Talente. Unternehmen, die Praktika sponsern oder Absolventen finnischer Programme einstellen, könnten einen Rückgang potenzieller Kandidaten erleben, wenn sich Studierende für Länder mit weniger strengen Regelungen entscheiden. Personalverantwortliche empfehlen daher, alternative Wege für Studentenvisa zu prüfen – etwa Schwedens Arbeitserlaubnis nach dem Studium – oder Stipendienfonds auszubauen, um Bewerber bei der Erfüllung der höheren finanziellen Anforderungen in Finnland zu unterstützen.
Die Gesetzesentwürfe sollen noch vor der Sommerpause dem Parlament vorgelegt werden, mit einem frühesten Inkrafttreten Ende 2026. Bis dahin sollten ausländische Studierende und ihre Förderer sorgfältig Nachweise über Kontostände führen und frühzeitig Sprachkurse belegen, um die Chancen auf eine Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis zu sichern.
Dem Entwurf zufolge soll die nationale Sozialbehörde Kela ihre Daten mit Migri teilen, sodass Sachbearbeiter überprüfen können, ob ein Studierender Sozialleistungen bezogen hat. In solchen Fällen könnte die Aufenthaltserlaubnis bei der Verlängerung verweigert oder widerrufen werden. Parallel dazu ist geplant, Mindestanforderungen an die Finnisch- oder Schwedischkenntnisse (voraussichtlich Niveau A2 des GER) für Studiengänge in diesen Sprachen festzulegen, um sicherzustellen, dass die Studierenden ihr Studium realistisch abschließen können.
Arbeitsminister Matias Marttinen bezeichnete die Maßnahmen als Schutz vor „verletzlichen Situationen“ und Studienabbrüchen. Die Universitäten reagieren zurückhaltend: Die Universität Helsinki warnt, dass plötzliche Regeländerungen die Attraktivität Finnlands auf dem globalen Bildungsmarkt beeinträchtigen könnten, wo das Land mit den Niederlanden und Deutschland um gebührenzahlende Masterstudierende konkurriert. Die Studierendenvertretung SYL akzeptiert zwar strengere Sprachvorgaben, hält es aber für „unverhältnismäßig“, Studierende zu bestrafen, die vorübergehend in finanzielle Schwierigkeiten geraten, zumal die Lebenshaltungskosten in den Metropolregionen stark steigen.
Für Teams, die sich mit globaler Mobilität und Absolventenrekrutierung beschäftigen, besteht das größte Risiko in der Bindung der Talente. Unternehmen, die Praktika sponsern oder Absolventen finnischer Programme einstellen, könnten einen Rückgang potenzieller Kandidaten erleben, wenn sich Studierende für Länder mit weniger strengen Regelungen entscheiden. Personalverantwortliche empfehlen daher, alternative Wege für Studentenvisa zu prüfen – etwa Schwedens Arbeitserlaubnis nach dem Studium – oder Stipendienfonds auszubauen, um Bewerber bei der Erfüllung der höheren finanziellen Anforderungen in Finnland zu unterstützen.
Die Gesetzesentwürfe sollen noch vor der Sommerpause dem Parlament vorgelegt werden, mit einem frühesten Inkrafttreten Ende 2026. Bis dahin sollten ausländische Studierende und ihre Förderer sorgfältig Nachweise über Kontostände führen und frühzeitig Sprachkurse belegen, um die Chancen auf eine Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis zu sichern.
Quelle: ANews / Anadolu Agency
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