
Der Betreiber des Flughafens Dublin, DAA, hat für die kommende Hauptsaison ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Zwischen dem 1. Juni und dem 31. August sollen 11 Millionen Reisende die Terminals passieren. Die am 7. Mai veröffentlichte Prognose bedeutet eine Steigerung von 2 % gegenüber dem letzten Sommer und würde das wichtigste Drehkreuz der Republik nach der Abfertigung von 36,4 Millionen Passagieren im Jahr 2025 auf einen neuen Rekordwert bringen. Geschäftsführer Gary McLean erklärte gegenüber Journalisten, dass der Flughafen bislang keine direkten Auswirkungen des Nahost-Konflikts spüre, der die globalen Kerosinpreise in die Höhe getrieben und einige Langstreckenfluggesellschaften zu Kürzungen im Flugplan veranlasst hat. Da Fluggesellschaften ihre Treibstoffverträge individuell abschließen, ist das Versorgungsrisiko breit gestreut; dennoch beobachtet die DAA die Entwicklungen genau und hat Notfallpläne vorbereitet. Das Wachstum wird vor allem durch eine starke Nachfrage von Freizeitreisenden, die anhaltende Erholung der Nordamerika-Strecken sowie einen robusten Geschäftsverkehr mit multinationalen Technologie- und Life-Science-Unternehmen mit Sitz in Dublin angetrieben. An Spitzentagen werden mehr als 100.000 Passagiere durch die beiden Terminals strömen. Um dem gerecht zu werden, hat die DAA eine neue Lounge im Terminal 1 eröffnet, die Sicherheitskontrollen erweitert und 350 zusätzliche Saisonkräfte eingestellt. Die optimistische Prognose kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Regierung die Gesetzgebung zur Aufhebung der lang kritisierten Planungskapazitätsgrenze von 32 Millionen Passagieren in Dublin finalisiert. Fluggesellschaften warnen, dass die Kapazitätsgrenze die globale Anbindung Irlands gefährde, und drohen mit rechtlichen Schritten, falls vor der Zuteilung der Start- und Landezeiten für 2027 keine Lösung gesetzlich verankert wird. Für Mobilitätsmanager lautet die Botschaft zweigleisig: Die Kapazitäten in Dublin wachsen, aber die Sommerstaus werden heftig sein. Unternehmen werden aufgefordert, Flüge und Fast-Track-Services frühzeitig zu buchen, ihre Mitarbeiter an die aktualisierten Sicherheitskontrollregeln zu erinnern und die Gesetzgebung zur Kapazitätsgrenze zu beobachten, da diese die Verfügbarkeit von Strecken und die Preise für Einsätze Ende 2026 beeinflussen könnte.
Quelle: The Irish Times
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