
Irish Continental Group plc (ICG), Eigentümer von Irish Ferries, veröffentlichte am 7. Mai ein Handelsupdate für die ersten vier Monate des Jahres 2026. Während die Anzahl der Touristenfahrzeuge im Jahresvergleich um 2,9 % auf 135.200 zurückging, stieg die Zahl der Roll-on/Roll-off-Fracht-Einheiten um 5,2 % auf 270.900 – ein deutliches Zeichen für die anhaltende Stärke der post-Brexit-Landbrücken-Alternativen zwischen Irland, Großbritannien und Kontinentaleuropa. Der Konzernumsatz legte um 13,9 % auf 215,9 Millionen Euro zu, gestützt durch die Weitergabe von Treibstoffzuschlägen und die vollständige Einbeziehung der maritimen Emissionen in das EU-Emissionshandelssystem. Das Management räumte ein, dass die treibstoffbedingten Preisspitzen im Golfraum eine Belastung darstellen, betonte jedoch einen flexiblen Zuschlagsmechanismus, der monatlich für Frachtkunden neu angepasst wird – wichtige Information für Supply-Chain-Planer, die Umzüge oder Standortverlagerungen budgetieren. Auf den Passagierstrecken Dublin–Holyhead und Dublin–Cherbourg bleibt die Kapazität nach Investitionen in die Flotte, wie der Anfang des Jahres gelieferten Schnellfähre James Joyce, stabil. ICG warnte jedoch, dass bei anhaltend hohen Energiepreisen mit einem Aufwärtsdruck auf die Sommerpreise zu rechnen ist. Für globale Mobilitätsteams bestätigen die Zahlen einen robusten Seeweg-Markt für den Transport von Hausrat und gewerblicher Fracht nach Irland, auch wenn die Freizeitnachfrage Anzeichen einer Stagnation zeigt. Arbeitgeber, die Mitarbeiter zwischen Irland und Großbritannien versetzen, sollten frühzeitig Fährtermine sichern und mit moderaten Zuschlagsanpassungen bis ins dritte Quartal rechnen. Die solide Bilanz von ICG – die Nettoverschuldung wurde vor IFRS 16 auf 128,9 Millionen Euro reduziert – deutet auf weitere Investitionen in umweltfreundlichere Schiffe hin, was mit den Scope-3-Emissionsreduktionszielen multinationaler Unternehmen im Einklang steht.
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