
Einwanderung, Flüchtlinge und Staatsbürgerschaft Kanada (IRCC) hat am 7. Mai stillschweigend sein Dashboard „Verständnis der Antragsbestände“ aktualisiert, eine Korrektur der Staatsbürgerschaftsdaten vorgenommen und bestätigt, dass die Gesamtbestände aller Geschäftsbereiche eine Million Anträge überschreiten. Die Seite gibt nun an, dass Kanada zwischen dem 1. April 2025 und dem 28. Februar 2026 insgesamt 254.500 neue Staatsbürger aufgenommen hat – eine Zahl, die zuvor fälschlicherweise niedriger angegeben wurde. Dieses Update liefert den ersten offiziellen Überblick seit Inkrafttreten des Einwanderungsplans 2026–2028, der die Zahl der temporären Aufenthaltsgenehmigungen begrenzt und die Aufnahme von Daueraufenthaltsberechtigten auf 380.000 pro Jahr einfriert. Das IRCC betont, dass bei einem Anstieg der Antragszahlen über die jährlichen Aufnahmekapazitäten hinaus, die Anträge in der Warteschlange verbleiben, bis Kontingente frei werden, was die Bearbeitungszeiten verlängert. Bislang wurden 2026 insgesamt 70.400 Entscheidungen zu Daueraufenthaltsgenehmigungen und 302.800 zu Arbeitserlaubnissen getroffen. Für Arbeitgeber unterstreichen die Daten die Bedeutung einer langfristigen Personalplanung. Die Rückstände bei Arbeitserlaubnissen liegen weiterhin über 40 Prozent des Bestands, während die Rückstände bei Studienerlaubnissen nach Einführung der provinziellen Bestätigungsschreiben auf 50 Prozent gestiegen sind. Unternehmen, die auf das Programm für temporäre ausländische Arbeitskräfte oder das Programm für internationale Mobilität angewiesen sind, sollten längere Vorlaufzeiten in ihre Rekrutierungszyklen einplanen und Bewerber dazu ermutigen, vollständige Unterlagen einzureichen, um Verzögerungen durch Nachfragen zu vermeiden. Die Korrektur signalisiert zudem eine transparentere Haltung des IRCC angesichts wachsender parlamentarischer Kontrolle der Bearbeitungsstandards. Fachleute im Bereich Mobilität sollten damit rechnen, dass monatliche Aktualisierungen der Antragsbestände künftig ein wichtiger Frühindikator für die Größe der Einladungsrunden, nachgelagerte Auswahlverfahren und Zuteilungen im Rahmen des neuen Stabilitätsregimes werden. Handlungsempfehlungen: Überprüfen Sie offene Mitarbeiterakten auf Ablaufrisiken; prüfen Sie Strategien für überbrückende offene Arbeitserlaubnisse; stimmen Sie Umzugsstarttermine mit realistischen Bearbeitungsprognosen ab; und kommunizieren Sie offen mit Expatriates über die verlangsamten Wege vom temporären zum dauerhaften Status im begrenzten Aufnahmeumfeld.