
Belgien hat seine größte Auslands-Handelsdelegation seit der Pandemie gestartet: Am 10. Mai landete Königin Mathilde mit einem Brussels Airlines-Charterflug in Istanbul. Die Königin leitet eine viertägige „Wirtschaftsmission“, an der über 400 belgische Führungskräfte, hochrangige Beamte und Vertreter von acht Berufsverbänden teilnehmen. Neben ihr reisen auch Vizepremier und Außenminister Maxime Prévot, Verteidigungsminister Theo Francken (zuständig auch für Außenhandel) sowie die Ministerpräsidenten aller drei Regionen mit – ein deutliches Zeichen für die politische Bedeutung des Besuchs.
Die Mission, organisiert von der Belgian Foreign Trade Agency und regionalen Exportkreditstellen, umfasst Foren in Ankara, Izmir und Istanbul, persönliche Matchmaking-Sitzungen sowie ein hochkarätiges Belgien–Türkei-Wirtschaftsforum. Unternehmen aus den Bereichen Life Sciences, erneuerbare Energien, Verteidigungstechnologie, Hafenlogistik und Fintech präsentieren belgische Expertise und suchen türkische Partner. Mehrere Absichtserklärungen sollen unterzeichnet werden, darunter zu Marinewartung, Offshore-Winddiensten im Marmarameer und Doppelbesteuerungsabkommen für Remote-Arbeiter.
Aus Sicht der globalen Mobilität ist die Mission ein Testlauf für Belgiens neues „Fast Lane“-Visaprogramm mit der Türkei. Führungskräfte mit offizieller Einladung erhalten innerhalb von 48 Stunden ihr Visum und können spezielle Ankunftskanäle am Flughafen Istanbul nutzen. Das Verfahren, das bereits bei der Mission nach Südkorea erprobt wurde, soll belgischen Unternehmen durch weniger Bürokratie bei kurzfristigen Einsätzen Wettbewerbsvorteile sichern. Mobilitätsmanager großer Konzerne wie DEME Group und Bekaert, die in der Delegation vertreten sind, sehen darin ein Modell für künftige belgische Missionen in Nicht-EU-Märkte.
Auch arbeitsrechtliche Gespräche werden aufmerksam verfolgt: Das türkische Investitionsbüro schlägt vor, belgischen Ingenieuren, die an gemeinsamen Verteidigungsprojekten arbeiten, mehrfache Einreisevisa mit fünfjähriger Gültigkeit zu gewähren – vorausgesetzt, die benötigten Fachkenntnisse sind lokal nicht verfügbar.
Für die Mobilitätsteams belgischer Unternehmen ist die wichtigste Erkenntnis praktisch: Die Delegierten wurden gebeten, ihre Pässe bis zum 3. Mai beim türkischen Konsulat einzureichen und Nachweise über türkische Sozialversicherungsbefreiungen mitzuführen, um Doppelbeiträge auf Tagegelder zu vermeiden. Das Außenministerium hat zudem Hinweise zur Anmeldung kurzfristiger Einsätze über das Limosa-System vor der Abreise herausgegeben – unterlassene Meldungen können für Arbeitgeber Bußgelder von bis zu 48.000 Euro nach sich ziehen.
Die Mission, organisiert von der Belgian Foreign Trade Agency und regionalen Exportkreditstellen, umfasst Foren in Ankara, Izmir und Istanbul, persönliche Matchmaking-Sitzungen sowie ein hochkarätiges Belgien–Türkei-Wirtschaftsforum. Unternehmen aus den Bereichen Life Sciences, erneuerbare Energien, Verteidigungstechnologie, Hafenlogistik und Fintech präsentieren belgische Expertise und suchen türkische Partner. Mehrere Absichtserklärungen sollen unterzeichnet werden, darunter zu Marinewartung, Offshore-Winddiensten im Marmarameer und Doppelbesteuerungsabkommen für Remote-Arbeiter.
Aus Sicht der globalen Mobilität ist die Mission ein Testlauf für Belgiens neues „Fast Lane“-Visaprogramm mit der Türkei. Führungskräfte mit offizieller Einladung erhalten innerhalb von 48 Stunden ihr Visum und können spezielle Ankunftskanäle am Flughafen Istanbul nutzen. Das Verfahren, das bereits bei der Mission nach Südkorea erprobt wurde, soll belgischen Unternehmen durch weniger Bürokratie bei kurzfristigen Einsätzen Wettbewerbsvorteile sichern. Mobilitätsmanager großer Konzerne wie DEME Group und Bekaert, die in der Delegation vertreten sind, sehen darin ein Modell für künftige belgische Missionen in Nicht-EU-Märkte.
Auch arbeitsrechtliche Gespräche werden aufmerksam verfolgt: Das türkische Investitionsbüro schlägt vor, belgischen Ingenieuren, die an gemeinsamen Verteidigungsprojekten arbeiten, mehrfache Einreisevisa mit fünfjähriger Gültigkeit zu gewähren – vorausgesetzt, die benötigten Fachkenntnisse sind lokal nicht verfügbar.
Für die Mobilitätsteams belgischer Unternehmen ist die wichtigste Erkenntnis praktisch: Die Delegierten wurden gebeten, ihre Pässe bis zum 3. Mai beim türkischen Konsulat einzureichen und Nachweise über türkische Sozialversicherungsbefreiungen mitzuführen, um Doppelbeiträge auf Tagegelder zu vermeiden. Das Außenministerium hat zudem Hinweise zur Anmeldung kurzfristiger Einsätze über das Limosa-System vor der Abreise herausgegeben – unterlassene Meldungen können für Arbeitgeber Bußgelder von bis zu 48.000 Euro nach sich ziehen.
Quelle: Anadolu Agency