
Transport for London (TfL) warnt Reisende vor einer weiteren Welle von Störungen: Die Fahrer der Gewerkschaft Rail, Maritime & Transport (RMT) planen zwei 24-Stunden-Streiks am 19. und 21. Mai. An den Streiktagen werden die Dienste jeweils am späten Vormittag heruntergefahren, mit Verzögerungen, die voraussichtlich bis in die Abendstunden andauern. Obwohl die Elizabeth Line, DLR, Overground und Busse fahren, rechnet TfL mit extrem hoher Auslastung. Die Streiks im April führten dazu, dass einige Buslinien nur noch Stehplätze boten und die Preise für Fahrdienste während der Stoßzeiten um mehr als 60 % anstiegen, so das Mobilitätsdatenunternehmen Fenix. Arbeitgeber mit zeitkritischen Abläufen – etwa Flugpersonal am Paddington-Bahnhof, Konferenzveranstalter in Docklands oder Finanzhändler in Canary Wharf – werden dringend gebeten, auf Homeoffice oder Hotelaufenthalte auszuweichen. Der Streit dreht sich um den Vorschlag der Geschäftsleitung, Fahrern die Möglichkeit zu geben, eine komprimierte 35-Stunden-Woche an vier Tagen zu wählen. Die RMT warnt, dass längere Schichten zu mehr Ermüdung und Sicherheitsrisiken führen würden, während TfL betont, dass das Pilotprojekt freiwillig sei und die Dienstplangestaltung modernisiere. Sollte keine Einigung erzielt werden, sind weitere Streiks vom 16. bis 19. Juni geplant, die mit der UEFA Euro 2026 und der Sommerspitze des Geschäftsreiseverkehrs zusammenfallen. Praktische Tipps: (1) Geschäftsreisende mit Ticket, die an Heathrow oder City Airport ankommen, sollten möglichst private Transfers oder den National Rail vorab buchen; (2) Entsandte im Rahmen von Global-Mobility-Programmen sollten Belege für zusätzliche Transportkosten aufbewahren, da diese erstattungsfähig sein könnten; (3) Mobilitätsmanager sollten Links zum TfL Journey Planner verbreiten und Besucher raten, Umsteigepunkte wie Oxford Circus und King’s Cross während der Hauptverkehrszeiten zu meiden. Für internationale HR-Teams ist der Arbeitskampf eine Erinnerung daran, die Resilienz des Nahverkehrs in Risikoanalysen für Entsendungen einzubeziehen – besonders in London, wo die Zuverlässigkeit des Pendelverkehrs Projektzeitpläne und die Zufriedenheit der Entsandten erheblich beeinflussen kann.
Quelle: ITV News London
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